30. April 2021
Wentorf

Konzept für Wentorfs Ortsmitte

Grüne und CDU wollen Bebauungsplan für Gebiet an der Hauptstraße

In der Wentorfer Ortsmitte, zwischen Kreisel und Rathaus, fehlt ein B-PlanFoto: Susanne Tamm

In der Wentorfer Ortsmitte, zwischen Kreisel und Rathaus, fehlt ein B-PlanFoto: Susanne Tamm

WENTORF Für einen großen Teil der Wentorfer Hauptstraße gibt es keinen Bebauungsplan (B-Plan). Das heißt, bei Neubauprojekten würde Paragraf 34 des Baugesetzbuches Anwendung finden. Dieser besagt im Grunde, dass sich Gebäude in die nähere Umgebung einfügen müssen. Jeder Fall würde einzeln entschieden. „Dies ist nicht im Interesse der Gemeinde, die hier unbedingt ihre Planungshoheit ausüben und den Bereich als Gesamtkonzept überplanen sollte“, sagt Grünen-Fraktionschef Torsten Dreyer.
Auf der politischen Agenda ist das Thema schon länger, jetzt ist es wieder brandaktuell. „Es sind eine Menge Leerstände und Eigentümerwechsel zu beobachten“, so Dreyer. So stehen etwa die einstigen Flächen vom Weinhandel und von Budnikowsy leer. Investoren würden schon Schlange stehen, sagt Dreyer. Veränderungen, die in den kommenden Jahren auf die Ortsmitte zukommen, würden „das Ortsbild über Jahrzehnte prägen“, meint die CDU-Fraktion. Und bevor „Fakten geschaffen“ und „lauter Einzelfallentscheidungen getroffen werden“, beantragen Grüne und CDU zur Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses eine umfassende Planung des südlichen Teils des Hauptstraße. „Ungefähr zwischen Kreisel und Rathaus“, erklärt der Ausschussvorsitzende Dreyer.
Die digitale Sitzung fand am Donnerstag, 29. April, statt und damit nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe. Interessierte verfolgten sie über die Website der Gemeinde per Livestream. „Die Planung sollte eingebunden werden in die Diskussion über Ziele und Grundsätze, die im Hauptausschuss für die Entwicklung Wentorfs geführt werden“, so die CDU. Christdemokraten und Grüne setzen einen Schwerpunkt auf den Verkehr. Die Attraktivität des Gebietes soll für Einwohner und Gewerbetreibende erhalten bleiben, so die CDU.
Die Ziele des neu aufzustellenden B-Plans sollen durch eine Veränderungssperre abgesichert werden. Dreyer ging davon aus, dass Grüne und CDU sich auf eine gemeinsame Formulierung einigten und der Antrag angenommen wird. „Alle haben es sich auf die Fahne geschrieben, dort einen B-Plan aufzustellen“, so Dreyer.

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