28. April 2021
Reinbek

Recycling spart rund 30 Prozent Kosten

Das neue Schulzentrum Mühlenredder wächst

Aus der Vogelperspektive wird die Dimension des neuen Schulzentrums Mühlenredder in Reinbek, das von Architekt Klaus Petersen (kleines Foto) geplant wurde, besonders deutlich Fotos: Möller/Stadt Reinbek

Aus der Vogelperspektive wird die Dimension des neuen Schulzentrums Mühlenredder in Reinbek, das von Architekt Klaus Petersen (kleines Foto) geplant wurde, besonders deutlich Fotos: Möller/Stadt Reinbek

REINBEK Reinbeks Vorzeigebauprojekt fußt auf Recycling: Der Rohbau des alten Schulzentrums am Mühlenredder wird für das neue Gebäude genutzt.

Das reduziert die Baukosten um rund 30 Prozent – und schont die CO2-Bilanz. Lichtdurchflutet dank des dahinter liegenden Innenhofes präsentiert sich die Haupteingangshalle, doch auch sonst gehören dunkle Bereiche der Vergangenheit an.
Architekt Klaus Petersen vom Büro ppp Architekten lobt „eine gewisse edle Tiefe in der Fassade“ der vier aneinander gesetzten Häuser, die durch drei Treppenhäuser gegliedert werden. Rund 100 Handwerker sind im Innen- und Außenbereich an dem Bauprojekt beteiligt.
Am 1. Februar 2022 sollen die 750 Schüler der Gesamtschule und der Amalie-Sieveking-Schule die zwischenzeitlich genutzten Container verlassen und in den Neubau einziehen.
Knapp 30 Millionen Euro kostet der Bau. Von rund 80 wist die Schule auf 120 Meter Länge gewachsen. Die Klassenzimmer weisen mit etwa 68 Quadratmetern bis zu 15 Prozent mehr Fläche auf, da die mit Harz-Komposit-Platten und Alubändern verkleideten Holzfassaden weiter nach außen versetzt wurden.
Die hellen Unterrichtsräume mit Parkettböden haben Fenster mit hinter Holzklappen verborgenen Lüftungsgittern. Die Fenster könnten auch nachts geöffnet bleiben, ohne dass es hereinregnet, sagt Bauamtsleiter Sven Noetzel. Für eine angenehme Atmosphäre sorgen Schallschutzdecken. Geheizt wird durch ein Blockheizkraftwerk, das zukünftig die in Planung befindliche Feuerwache gegenüber mitversorgen wird.
Das Schulzentrum Mühlenredder musste nach Asbestfunden – wie berichtet – völlig entkernt werden.

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