14. Mai 2022
Schnelsen

Wird S21 demnächst ausgebaut?

S-Bahn-Linie soll 2025 bis Kaltenkirchen fahren

Die Bahnsteige der neu geplanten Haltestelle Schnelsen-Süd sollen zwischen dem Fußweg-Bahnübergang Brummerskamp/Eidelstedter Brook und dem Bahnübergang Halstenbeker Straße entstehen Foto: nw

SCHNELSEN Seit mehr als zehn Jahren warten die Schnelsener vergeblich darauf, dass die AKN-Linie A1 zur S21-Linie bis nach Kaltenkirchen ausgebaut wird. Jetzt soll es offenbar ganz schnell gehen.

Seit März liegt nun auch in Schleswig-Holstein die Baugenehmigung für den länder-übergreifenden Ausbau der S-Bahnlinie 21 von Eidelstedt über die neue Haltestelle Schnelsen-Süd bis nach Kaltenkirchen vor. Während in Hamburg der Planfeststellungsbeschluss schon seit Ende 2018 vorliegt, gab es im Nachbarland Hunderte Einwendungen von Bürgern, die den Ausbau bislang verhinderten.

Mit dem Planfeststellungsbeschluss hat das Kieler Wirtschaftsministerium auch die „sofortige Vollziehbarkeit“ angeordnet.
Vor diesem Hintergrund hat die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Silke Seif aus Schnelsen in ihrer Schriftlichen Kleinen Anfrage „Ausbau der S21 Richtung Kaltenkirchen“ den Senat auch gefragt, ob es beim geplanten Baustart im 1. Quartal 2023 und der Inbetriebnahme der neuen S21-Linie im 4. Quartal 2025 bleibt. Das beantwortet der Hamburger Senat knapp, aber deutlich mit einem „Ja“.

Bereits in diesem Sommer plant die Stadt „Kampfmittelsondierungen und Baufeldräumungen sowie vorbereitende Maßnahmen aufgrund von Umweltauflagen“, die laut Senat vor dem eigentlichen Ausbau durchgeführt werden müssen. Mit dem Ausbau wird auch die seit Jahren von Anwohnern geforderte Haltestelle Schnelsen-Süd unweit der Julius-Leber-Schule gebaut. Insgesamt müssen 14 der 16 künftigen S21-Haltestellen umgebaut werden. Alle sollen barrierefrei sein, so der Senat.

Ob nun tatsächlich alles so schnell geht wie geplant, ist fraglich. Denn gegen den S21-Streckenausbau hat eine Anwaltskanzlei innerhalb der kürzlich beendeten Auslegungszeit der Pläne eine Klage eingereicht. Dahinter stehen 24 Kläger – das teilte das Kieler Wirtschaftsministerium dem Wochenblatt auf Anfrage mit.

Wie bei der S3 sollen die S21-Züge von Eidelstedt nach Kaltenkirchen mit Dachstromabnehmern ausgerüstet werden
Foto: bk

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