24. September 2022
Schnelsen

Vom Bösewicht zum Kommissar

Schauspieler Skandar Amini kommt aus Schnelsen

Schauspieler Skandar Amini ist in Schnelsen aufgewachsen und lebt noch hier Foto: Maximilian Mundt

SCHNELSEN In der ZDF-Serie „SOKO Potsdam“ spielt er den Kommissar Samir Amari und auch mit Til Schweiger stand er schon vor der Kamera – wenn Skandar Amini nicht gerade für Dreharbeiten unterwegs ist, dann lebt
er in seiner Heimat Schnelsen.

„Mir gefällt der Stadtteil“, betont der 22-Jährige, der sogar hier geboren wurde. Bereits während der Grundschulzeit am Anna-Susanna-Stieg hatte er den Traum, Schauspieler zu werden. Sein Karriereziel behielt er auch auf der Julius-Leber-Schule im Auge: Nach Unterrichtsschluss ging es für ihn zum Thalia Theater, wo er als Mitglied des Jugend-Ensembles erste praktische Erfahrungen sammeln konnte.

Um seine Ausbildung an der New Talent Acting School in Hamburg zu finanzieren, jobbte er als Jugendlicher zudem mehrere Jahre bei Eis Höft. In der Oberstufe hatte er dann seine ersten Rollen, unter anderem in „Großstadtrevier“ und in der Jugendserie „Die Pfefferkörner“.

Familienverbunden

Seine Eltern, die 1995 aus Afghanistan nach Hamburg kamen, konnten anfangs nur wenig mit der Schauspielerei anfangen und hatten für ihren Jungen andere berufliche Vorstellungen.
„Mittlerweile haben sie es aber akzeptiert und verstanden, dass man auch von der Schauspielerei leben kann“, schmunzelt Skandar Amini. Seine enge Verbindung zur Familie zeigt sich auch daran, dass seine eigene Wohnung heute nur eine Etage über der elterlichen liegt.

In den nächsten Monaten ist er aber wieder viel unterwegs, wenn die Dreharbeiten zur neuen Staffel von „SOKO Potsdam“ beginnen und er als sympathischer Gesetzeshüter auftritt. Nachdem er bislang immer den Bösewicht verkörpert hat, freue er sich jetzt, auch mal die andere Seite spielen zu dürfen, so der Schauspieler, der seine neue Rolle bereits verinnerlicht hat: „Ich erwische mich manchmal sogar dabei, dass ich wie Samir Amari spreche. ,Seine‘ Stimme ist etwas höher als meine eigene.“

Dankbar ist er aber für jede Rolle, die er bereits bekommen hat. Das größte Projekt und eine einmalige „super Erfahrung“ war für ihn 2021 der Kinofilm „Die Rettung der uns bekannten Welt“ mit Til Schweiger.
Auf die Frage, mit wem er künftig gerne einmal vor der Kamera stehen möchte, kommt die Antwort spontan: „Mit meinem guten Freund Maximilian Mundt.“ Die beiden Schauspieler verbindet auf jeden Fall eines – sie sind beide in Schnelsen geboren und aufgewachsen.

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