21. Juli 2022
Schnelsen

Verbesserung in kleinen Schritten

Puckholm-Anwohner leiden weiterhin unter Durchgangsverkehr

Ortstermin im Puckholm: Sebastian Dorsch (Grüne Eimsbüttel) trifft die Anwohner Amir Bagherzadeh und Helge Bernin (v.l.) Foto: cc

SCHNELSEN Beim Ortstermin zum Thema Verkehrsbelastung im Schnelsener Puckholm treffen sich Anfang Juli am Nachmittag die beiden Anwohner Helge Bernin und Amir Bagherzadeh mit Grünen-Politiker Sebastian Dorsch.

„Ja, die neuen Halteverbotsschilder zwischen Rellinger Weg und Sandkrugweg im Puckholm sind schon mal ein guter Anfang“, sind sich die beiden einig. (Die Schilder wurden am 5. April aufgestellt. – Anm. der Redaktion). Die Busse kämen besser durch, es gebe weniger Staus in diesem Teil der Straße, in der überall Tempo 30 gilt. Auch der Schwerlastverkehr aus dem Gewerbegebiet im benachbarten Stellingen sei – vermutlich aber immer noch Corona-bedingt – nicht mehr ganz so massiv. Das Problem, dass sich der Großteil des umliegenden Verkehrs durch diese eine „Straße“ wälze, wurde aber nicht behoben, berichten die Anwohner. Zumal immer noch nicht überall befestigte Bürgersteige vorhanden sind.

„Wir gehen davon aus, dass wir erstmal kein großes Verkehrskonzept entwickeln können, weil es zu große Widerstände hier im Quartier, aber auch in den verschiedenen Behörden, gibt. Wir haben versucht hier erstmal kleine Verbesserungen – wie das Aufstellen der Halteverbotsschilder und die Einfärbung des Radweges auf der Seite zur Halstenbeker Straße – voranzutreiben und damit eine gewisse Dynamik zu entwickeln“, so Sebastian Dorsch, Mitglied im Regionalausschuss Lokstedt, Niendorf und Schnelsen.
Eine Verbesserung der Lärmsituation im Puckholm erwarten Bernin und Bagherzadeh vom Flüsterasphalt, der zurzeit auf der A 23 aufgebracht wird.

Das Problem sei also doch immer noch der Durchgangsverkehr, insbesondere der Lkw-Verkehr aus dem angrenzenden Gewerbegebiet in Rellingen.

Seit 2012 kämpft Anwohner Helge Bernin um eine lebenswerte Straße. Eigentlich liegen nach den fast zehn Jahren seine Nerven blank, aber er will noch nicht aufgeben, auch wenn er das Gefühl hat von Politik und Stadt nicht ernst genommen zu werden. „Wir wollen genauso geschützt werden wie alle anderen Anwohner in diesem Wohngebiet und wir wollen hier auch friedlich leben“, so Bernin. Das Problem sieht er jetzt vor allem beim Bezirksamt: „Scheinbar sind die Menschen dort immer noch eher pro Auto als pro Mensch.“

Die Busse kommen hier – dank der Parkverbotsschilder – jetzt besser durch und verstopfen nicht mehr die Straße Foto: cc

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