24. Juli 2021
Schnelsen

Trockenheit macht Amphibien zu schaffen

Auch in Schnelsen und Niendorf sinken die Zahlen bei den Nabu-Krötenzaunaktionen

Auch Johanna Brede hilft mit beim Krötenschutz in NiendorfFoto: bk

SCHNELSEN/NIENDORF Nicht zufrieden zeigt sich der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) mit der diesjährigen Krötenzaunaktion, denn nicht nur im Hamburger Nordwesten geht es weiter bergab mit Kröten, Molchen und Fröschen.

Die Fundergebnisse an den Fangzäunen waren erneut geringer als in den Vorjahren. Dieter Siebeneicher, Ehrenamtlicher aus der Bezirksgruppe des Nabu: „Bei fast allen Schutzzaun-Aktionen in Hamburg sind die Ergebnisse deutlich geringer ausgefallen. Auslöser hierfür ist wahrscheinlich die extreme Trockenheit der vergangenen Jahre. Laichgewässer fielen trocken, und die Jungtiere an Land fanden kaum Nahrung oder litten unter der Trockenheit.“

Weniger Nachwuchs

Da die Amphibien erst nach ein paar Jahren selber Nachkommen haben können, müsse man auch in den kommenden Jahren mit geringeren Zahlen rechnen. Insbesondere in Schnelsen sind die Krötenfunde auf weniger als die Hälfte der Spitzenwerte von 2018 zurückgegangen. Eine Ausnahme macht nur der Zaun an der Vogt-Kölln-Straße, wo nächtliche Kontrollgänge die Fundmengen aufwerteten. Anfang März hatten die Nabu-Ehrenamtlichen ihre Fangzäune und -eimer am Niendorfer Gehege und am Schnelsener Stadtrand aufgestellt und danach bis zum 16. April gut 3200 Kröten, Frösche und Molche über die Straßen getragen, damit die Tiere gefahrlos zu den Gewässern gelangen, wo sie ihre Eier ablegen.

Nicht nur das Aufbauen der Zäune, alle Arbeit der Nabu-Ehrenamtlichen wurde durch Corona-Auflagen deutlich erschwert – so auch das Aufstellen eines Insektenhotels in Niendorf-Nord. Aktiv war die Gartengruppe mit ihrem Natur-Kleingarten im Eimsbüttelpark, eine andere Gruppe kümmerte sich um Wildblumen und eine Streuobstwiese.

Außerdem befasst sich eine Gruppe zusammen mit den Behörden mit der naturnahen Gestaltung des A7-Deckels in Stellingen. Außerdem werden der Japanische Knöterich und das Drüsige Springkraut weiterhin durch Ausrupfaktionen bekämpft.

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