18. Juni 2022
Schnelsen

Stockaustriebe provozieren Stürze

Bezirksamt hat Rückschnitt beauftragt

Die Stamm- und Stockaustriebe einer Linde verhindern die Sicht Foto: cc

SCHNELSEN Mehrere, zum Teil tiefe Schürfwunden, Prellungen und eine leichte Gehirnerschütterung (trotz Helm!) – das sind die Folgen eines Fahrradunfalls, der sich in der vergangenen Woche auf dem Radweg an der Heidlohstraße ereignete. Ursache: Die Bäume – hier Linden – haben gerade stark ausgetrieben.

Die Stamm- und Stockaustriebe ragten auf den an dieser Stelle sehr schmalen Radweg. Der jugendliche Radfahrer wollte dem Hindernis ausweichen und geriet auf dem regenassen Asphalt ins Straucheln und stürzte.

„Aktuell ist an cirka 5000 Straßenbäumen der Rückschnitt der Stamm und Stockaustriebe beauftragt. Die Arbeiten beginnen Mitte Juni und laufen bis September. Diese Arbeit wird jährlich wiederkehrend nach Beendigung des ersten Austriebs (ähnlich Heckenschnitt) durchgeführt“, erklärt dazu Cornelia Rosenberg, Sprecherin des Bezirkamtes Eimsbüttel.

„Die Stadt schneidet hier definitiv zu spät im Jahr“, meint dazu Anja Rosenow-Sottorf, Mutter des gestürzten Kindes. Nachdem der Vater ein paar Tage später an der gleichen Stelle einen weiteren Beinah-Unfall mit einer Radfahrerin beobachtet hatte, griff er beherzt zur Gartenschere und stutzte die Stamm- und Stockaustriebe. Damit es nicht noch mehr Unfälle an dieser Stelle gibt. Das ist auch erlaubt, so die Bezirksamtssprecherin. „Akut störende Austriebe vorher zu entfernen kann in einzelnen Situationen hilfreich sein.“

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