22. Mai 2021
Schnelsen

Rückzugsgebiet für Kleinsttiere

Ein Zaun soll vor allem die Wildbienen schützen

„Mit dem Zaun sollen Pflanzen geschützt werden, damit sie als Futterquelle für Insekten heranwachsen können“, sagt Yasmin Goudarzi Foto: cc

„Mit dem Zaun sollen Pflanzen geschützt werden, damit sie als Futterquelle für Insekten heranwachsen können“, sagt Yasmin Goudarzi Foto: cc

SCHNELSEN Auf der Streuobst- und Blühwiese am nordwestlichen Rand des Niendorfer Geheges (Röthmoorweg) steht ein neuer Zaun. Der ist vor allem zum Schutz für die Wildbienen gedacht und soll Menschen und Hunde davon abhalten, querfeldein zu gehen und den Wildbienen das Leben zu erschweren.

„Streuobstwiesen sind einfach ein Kleinod für Kleinsttiere und Insekten. Das liegt nicht nur an den Blüten der Apfel- oder anderen Obstbäume, sondern auch an den Pflanzen, die hier die Möglichkeit haben, sich darunter zu entwickeln“, erklärt Yasmin Goudarzi, Umweltpädagogin bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Die SDW betreut verschiedene Naturschutzgebiete in Hamburg. Dazu gehören auch zwei Streuobstwiesen, eine davon ist die im Niendorfer Gehege. „Wir haben hier im vergangenen Jahr eine Blühwiese mit insektenfreundlichen Pflanzen angelegt. Wenn jetzt immer wieder Menschen oder zu viele Hunde darüber laufen – die Pflanzen sehen meist auch ein bisschen unscheinbar aus – werden sie immer wieder platt getreten und können nur schwer wachsen. Mit dem Zaun schützen wir hier die Pflanzen, damit sie wachsen, blühen und zur Futterquelle für die Insekten werden können. Sonst haben Wildbienen, Schmetterlinge und Co. ja nichts davon“, so Goudarzi. Ein Schild erklärt Spaziergängern vor Ort den Grund für den neuen Zaun.

Weitere Infos gibt es auf der Webseite der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald auf
www.sdw-hamburg.de oder per Mail an sdw@wald.de

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