30. April 2022
Schnelsen

Millioneninvestition für Lokstedter Häuser

Immobilienmarktbericht mit Zahlen aus Stadtteilen

In Niendorf und Schnelsen sind die Immobilienpreise sogar unterdurchschnittlich niedrig Grafik: LGV

NIENDORF/LOKSTEDT/SCHNELSEN Dass ein Eigenheim vor allem in Lokstedt richtig viel Geld kostet und dass Niendorf und Schnelsen noch bezahlbare Stadtteile sind, wenn es um Wohnraum geht, sind nur einige Fakten, die aus dem aktuellen Hamburger Immobilienmarktbericht 2022 hervorgehen. Mit seinen über 200 Seiten ist das Dokument jetzt kostenfrei online verfügbar.

Grundlage der Auswertungen des Gutachterausschusses für Grundstückswerte, der den Bericht alljährlich herausgibt, sind dabei nicht die Angebotspreise, sondern die tatsächlich notariell beurkundeten Kaufverträge und Preise. Demnach mussten Käufer/-innen letztes Jahr durchschnittlich 637.000 Euro in Schnelsen und 693.000 Euro in Niendorf für ein Ein- oder Zweifamilienhaus auf den Tisch legen. Trotz der seit Jahren anhaltenden steigenden Tendenz sind diese Summen im hamburgweiten Vergleich sogar noch unterdurchschnittlich und betragen „nur“ 70 bis 80 Prozent des Hamburger Mittels.

Überdurchschnittlich viel (110 bis 150 Prozent des Mittels) zahlten Käufer dagegen in Lokstedt. Hier kostete das Eigenheim mit knapp 1,3 Millionen Euro fast das Doppelte. Im Gegensatz zu Schnelsen und Niendorf, wo jeweils knapp 100 Kaufverträge beglaubigt wurden, gab es in Lokstedt aber nur 20 Verkäufe.
Im Hinblick auf die Preise zeigt sich ein ähnlicher Trend bei den Eigentumswohnungen. Mit 4137 Euro pro Quadratmeter in Schnelsen und 4726 Euro/qm in Niendorf ist der Wohnraum im Vergleich der Stadtteile hier noch relativ günstig (Durchschnitt: circa 6000 Euro).

Der Quadratmeterpreis für eine Eigentumswohnung ist im zentraleren Lokstedt mit 6365 Euro/qm schon deutlich teurer. Insgesamt 134 Wohnungen wurden hier 2021 verkauft.

Den ausführlichen Immobilienmarktbericht gibt es zum Download unter: https://t1p.de/n5kuk (Kurzlink)

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