6. November 2021
Schnelsen

Falschfahrer im Riekbornweg

Einbahnstraßenregeglung ist missverständlich

Von der Frohmestraße kommend ist der Riekbornweg 100 Meter weit entgegengesetzt befahrbar Foto: cc

SCHNELSEN „Der Riekbornweg ist eine Einbahnstraße, in der häufiger mal ‚Falschfahrer‘ unterwegs sind“, sagt Andrea Friedrich, Anwohnerin der Straße seit 1991. Aus ihrem Esszimmer heraus sehe sie oft, dass Autofahrer auf der entgegengesetzten Fahrbahn fahren. „Auch die fahrradfahrenden Kinder, die vom Sportplatz kommen, fahren oft falsch herum auf der Straße“, wundert sich die 53-Jährige vor allem darüber, dass dies niemanden zu stören scheint.

Beim Sportverein habe sie schon vor einiger Zeit nachgefragt, ob nicht möglicherweise die Trainer ihre Schützlinge über die Verkehrsregeln informieren wollten? Scheinbar ohne Erfolg. Die Straße sei nur zu einem Teil Einbahnstraße, erklärt Matthias Fick, Leiter Prävention und Verkehr beim zuständigen Polizeikommissariat 24 (Garstedter Weg). „Andernfalls müssten alle Anlieferer von ALDI mit ihren Lkw durch den kompletten Riekbornweg fahren. Dies würde eine zusätzliche Belastung für die Anwohner darstellen und wäre der Sicherheit auch nicht zuträglich“, so Fick.

Andrea Friedrich stört sich auch weniger an den Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung, wünscht sich aber vielmehr, dass sich Polizei oder Straßenbauamt darum kümmern, dass die Regeln dem Bedarf angepasst werden. „Wäre es nicht möglich, dass hier die Radfahrer – wie zum Beispiel im Glissmannweg – auch entgegensetzt der Fahrtrichtung fahren dürfen? Oder die ansässigen Firmen entsprechende Verkehrsschilder auf ihren Ausfahrten platzieren, so dass Autofahrern klar wird, dass sie sich in einer Einbahnstraße befinden?“, so Friedrich.

Zu einer Häufung von Verkehrsunfällen sei es bisher nicht gekommen, stellt der Leiter Prävention und Verkehr fest. „Es erfolgt eine jährliche Auswertung der Unfälle mit dem Ziel Unfallhäufungsstellen zu erkennen, um dann geeignete Gegenmaßnahmen zu treffen“, so Matthias Fick. Die Straße werde aber im Rahmen von Streifengängen und -fahrten überprüft.

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