20. November 2021
Schnelsen

Ein lyrischer Gruß aus Schnelsen

Leser Peter Domcke hat ein Faible für Reime. Hier sein Herbstgedicht

Herbst im Niendorfer Gehege: Leser Peter Domcke hat ein Gedicht dazu geschrieben Foto: cc

SCHNELSEN Was wäre das Niendorfer Wochenblatt ohne seine Leserinnen und Leser? Immer wieder erreichen uns interessante Hinweise, Nachfragen oder Ergänzungen zu unseren Berichten. Manchmal bekommen wir auch einfach tolle Post: Wie das beigefügte Gedicht von Peter Domcke aus Schnelsen. Dafür möchten wir Ihnen sehr danken!

Seit 1973 lebt Peter Domcke mit seiner Familie in Schnelsen. Obwohl der heute 83-Jährige zu Schulzeiten das Fach „Werken“ am liebsten mochte, hatte er auch ein Faible für Lyrik. „Wir mussten in der Schule noch Gedichte auswendig lernen, zum Beispiel den ‚Zauberlehrling‘“ erzählt Domcke. „Die Gedichte konnte ich relativ leicht lernen. Da gab und gibt es wohl eine Veranlagung…“ schmunzelt er. Inzwischen schreibt der gelernte Elektrotechniker zu seinem Vergnügen oder zur Freude von Verwandten und Bekannten zu entsprechenden Anlässen Gedichte.

„Mir und meinen ‚Lesern‘ gefällt das Herbstgedicht sehr, darum habe ich es Ihnen zu Ihrer Freude geschickt“, erklärt Domcke, der ungefähr einen Tag lang daran saß. Direkte Vorbilder habe er übrigens nicht, aber zum Beispiel Wilhelm Busch oder Heinz Erhard haben ihn „schon sehr beeindruckt“, so der kreative Schnelsener.

Weil uns das Gedicht auch so gut gefallen hat, möchten wir es – natürlich mit der Erlaubnis des Autors – hier mit Ihnen teilen.

„Herbstgruß“
Der Kalender sagt aus, der Herbst hat angefangen,
die Sommertage sind zu Ende gegangen.
Die Temperaturen sinken, die Blätter fallen,
Die Nebel fangen an zu wallen.
Nur die Zeit wird zurückgestellt,
damit der Tag etwas länger erhellt.
Die Blumen blühen noch in voller Pracht,
bis die Kälte dem Blühen ein Ende macht.
Kastanien, Bucheckern und Eicheln fallen vom Baum
Und erinnern auch an so manchen Kindertraum!
Gesammelte Bucheckern haben nach dem
Krieg für unser Leben
manch eine Flasche Öl für die Küche ergeben.
Jetzt können wir einige Eichhörnchen erkennen,
die für die Speisekammer durch die Gegend rennen.
Wir müssen ja auch für unsere Speisekammer sorgen,
nicht nur für heute, sondern auch für morgen.
So warten wir darauf, was uns der Herbst noch bringt
Und was uns im nächsten Jahr im Frühling winkt.
Wir können uns aber schon jetzt auf den Frühling freuen,
denn das brauchten wir noch nie bereuen.
Vielleicht wird das nächste Jahr besonders schön
und wir können uns ohne Masken sehen.
Bis jetzt will ja keiner eine Prognose wagen,
und etwas zu den Bedingungen im nächsten Jahr sagen.

PETER DOMCKE

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