30. Oktober 2021
Schnelsen

Bitte nicht füttern!

Bald offiziell verboten

Als würde das Schild dort nicht stehen, werden die Enten immer noch gefüttert Foto: kh

SCHNELSEN An markanter Stelle direkt am Ufer des Teichs im Wassermannpark ist das Schild „Enten bitte nicht füttern“ nicht zu übersehen. Missachtet wird der Hinweis dennoch immer wieder. Aus dem Gebot soll künftig ein offizielles Verbot werden – teuer wird es für die Entenfütterer jedoch (noch) nicht.

„Viele Menschen denken, sie tun etwas Gutes, wenn sie Enten und andere Wasservögel füttern. Da die Tiere oftmals geradezu um Essen betteln, nehmen viele an, sie wären auf die Nahrung angewiesen“, sagt Björn Marzahn, Sprecher der Hamburger Umweltbehörde.

Dabei gibt es mehrere gute Gründe, dies nicht zu tun: Denn grundsätzlich brauchen Enten und Wasservögel kein Futter von Menschen, da sie zu jeder Jahreszeit genug Nahrung selbst finden. Ohne eine Fütterung reduziert sich das Risiko für Erkrankungen, zum Beispiel den für Enten meist tödlich endenden Botulismus. Wer auf das Füttern verzichtet, trägt zudem dazu bei, das Gleichgewicht der Gewässer zu erhalten und Ratten- und Taubenplagen zu verhindern.

Was aber passiert eigentlich mit denjenigen, die sich an die „Bitte nicht füttern“-Hinweise nicht halten? Im Gegensatz zum Taubenfütterungsverbot gibt es in Hamburg für das Füttern von Wasservögeln keinen Tatbestand mit entsprechendem Bußgeldkatalog. Das ändert sich jedoch bald: „Entenfüttern wird in Hamburg künftig verboten sein, die zuständigen Vollzugskräfte können dieses Verbot auch durchsetzen“, erläutert Marzahn. Die Novellierung werde noch in diesem Jahr gültig, ein Bußgeld sei zunächst aber nicht vorgesehen.

Alle Infos: www.hamburg.de/wasser/8880212/wasservoegel/

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