29. Januar 2022
Niendorf

Zweiräder überholen bald verboten?

SPD-Antrag für ein neues Verkehrszeichen im Niendorfer Gehege

Neben Tempo 30 könnte bald in der engen Straße Niendorfer Gehege auch ein Überholverbot von Fahrrädern gelten Foto: kh

NIENDORF Wer die Straßen Niendorfer Gehege und Vogt-Kölln-Straße als Autofahrer/-in und Radfahrer/-in kennt, der weiß, dass es hier ganz schön eng werden kann – und dass das Überholen von Zweirädern nicht immer ungefährlich ist. Eine neue Beschilderung könnte Abhilfe schaffen.

Als Ausflugsziel für Familien, Naturliebhaber und Erholungssuchende ist das Niendorfer Gehege nicht zuletzt aufgrund der Pandemie immer beliebter geworden. Mit der steigenden Besucherzahl werden auch die durch den Wald verlaufenden Straßen zunehmend frequentiert. Autos und Fahrräder müssen sich dann hier zudem die ohnehin enge Straße teilen.

„Verschärft wird dieser Umstand noch erheblich durch die Durchfahrtssperren der Niendorfer Straße sowie die Baustellen auf der Autobahn, da es sich hier um eine ausgewiesene Ausweich- und Abkürzungsstrecke handelt“, meint Ines Schwarzarius, stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende.

Obwohl im Niendorfer Gehege bereits Tempo 30 gilt, komme es hier immer wieder zu Situationen, bei denen die Autos mit sehr geringem Abstand an den Fahrrädern vorbeiziehen. Für Radfahrende seien diese riskanten Überholmanöver teils lebensgefährlich, hebt Schwarzarius hervor.

Eine zusätzliche Beschilderung in Form des seit der Novellierung der Straßenverkehrsordnung neu eingeführten Verkehrszeichens „Verbot des Überholens von einspurigen Fahrzeugen“ könnte diese verhindern. „Da alle Verkehrsteilnehmer ein Recht auf Unversehrtheit im Straßenverkehr haben, wäre so ein Verbotsschild eine gute Möglichkeit, um Sicherheit auch für die schwächsten Verkehrsteilnehmer gerade in einem Naturschutzgebiet sicherzustellen.“ Mit einem entsprechenden Antrag in der Bezirksversammlung setzt sich die SPD-Fraktion daher für die Anordnung dieses neuen Verkehrszeichens ein.

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