22. Mai 2021
Niendorf

„Wir sehnen die Zeit der Öffnungen herbei“

Kirsten Leischel macht Programm für Ältere

Seit zehn Jahren arbeitet Kirsten Leischel für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Niendorf Foto: privat

Seit zehn Jahren arbeitet Kirsten Leischel für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Niendorf Foto: privat

NIENDORF Ihr kleines Dienstjubiläum hatte sich Kirchenmitarbeiterin Kirsten Leischel sicher anders vorgestellt. Zurzeit heißt es wegen Corona weiterhin: warten auf neue Möglichkeiten.

In Niendorf erlebt Kirsten Leischel seit zehn Jahren ein großes Interesse an den kirchlichen Angeboten für Ältere. Besonderen Wert legt sie darauf, den gesellschaftlichen Wandel zu berücksichtigen, denn jetzt rutscht eine neue Generation von Älteren nach – mit anderen Interessen als die Menschen der Kriegs- und Nachkriegsgeneration, und „Seniorin“ oder „Senior“ möchten sie auch nicht mehr heißen.

Zudem tauchen neue Herausforderungen auf, sagt Kirsten Leischel: „Es wird schwieriger, Ehrenamtliche zu finden, die sich verbindlich für eine Tätigkeit mit Gruppenverantwortung interessieren.“ Aber es mache auch viel Freude, eine Gruppe zu leiten, und man bekomme viel zurück.

Die Zeit der Wiedereröffnung sehnt die ganze Niendorfer Kirchengemeinde herbei. Kirsten Leischel rechnet mit August. „In kleinen Gruppen, mit den Hygiene- und Abstandsregeln, die wir uns alle bereits antrainiert haben. Dass eine große Zahl der Älteren dann geimpft sein wird, wird es uns einfacher machen.“

In der Corona-Zeit wird fleißig versucht, mit möglichst vielen aus der „Stammkundschaft“ in Kontakt zu bleiben – über alle möglichen Kanäle, bis hin zum kurzen Klönschnack auf dem Tibarg. Niemand soll sich vergessen und einsam fühlen. Schade findet es Kirsten Leischel, dass sehr viele im Ruhestandsalter nicht mit dem Internet vertraut sind, denn dann ließe sich der Kontakt viel besser halten. Fleißig geschmiedet werden Zukunftspläne. Kirsten Leischel: „Für spätestens nächstes Jahr plane ich einen Kleinkunstnachmittag. Motto: Bühne frei für jedermann und -frau. Und es gibt genug Ideen für die nächsten zehn Jahre.“

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