9. Oktober 2021
Niendorf

Warum nochmal aufreißen?

Baumaßnahmen Niendorfer Straße sorgen für Verwirrung

Da es Baumängel gab, musste die Pflasterung am Kreisel erneuert werden Fotos: kh

NIENDORF/LOKSTEDT Seit über einem Jahr läuft der Veloroutenausbau in der Niendorfer Straße. Aktuell ist der Abschnitt zwischen der Brücke am Bullenredder und der Straße Langenhorst voll gesperrt. Dass nun aber wieder einzelne Stellen im bereits fertigen Abschnitt zwischen Kreisverkehr und Bullenredder bearbeitet werden, löst Unverständnis aus.

„Kaum ist der erste Teil des Umbaus abgeschlossen, schon wird der neue Belag an vielen Stellen wieder aufgerissen“, beschreibt Klaus Keite-Telgenbüscher, der hier täglich mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit entlangfährt, die Lage vor Ort: „Baumängel oder Planungsfehler? Was ist hier los?“, fragt er nach.

Gründe für die nachträglichen Arbeiten gibt es mehrere: So wurden unter anderem Schachtabdeckungen hochgezogen: „Es ist ein übliches Verfahren, dass die Schachtabdeckungen für die Asphaltierungsarbeiten runtergesetzt werden. Danach werden die alten Abdeckungen dann aus- und neue eingebaut und auf die Höhe des Asphaltbelags gesetzt.“, erklärt Kay Becker, Pressesprecher beim Bezirksamt Eimsbüttel.

Leitungen, die niemand kannte

Darüber hinaus musste eine vom Bezirksamt bemängelte fleckige Mörtelverfugung an der Pflasterung am Kreisel von der Baufirma erneuert werden. „Nach wie vor stellen uns zudem die Restarbeiten der Leitungsträger und im Boden verbliebene Bestandsleitungen vor große Herausforderungen“, so Becker weiter. So tauchten unter anderem erst im Zuge der Maßnahmen Leitungen auf, die nicht in den Plänen verzeichnet waren oder nicht so lagen, wie angegeben. Da die Vorgaben von Mindesttiefen nicht immer eingehalten wurden, sei es zudem teilweise zu Beschädigungen der Leitungen beim Straßenbau gekommen. „Der zuständige Leitungsträger muss dann ermittelt und zur Schadensbeseitigung aufgefordert werden. So lange kann an der betroffenen Stelle nicht weitergearbeitet werden“, erklärt der Pressesprecher die Verzögerung.

Trotz der zusätzlichen Herausforderungen hält das Bezirksamt am gesetzten Ziel fest, die Fahrbahn in der kompletten Straße bis Dezember fertigzustellen.

Ende 2021 sollen die Bauarbeiten an der Niendorfer Straße abgeschlossen sein Foto: kh

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