11. Juni 2022
Niendorf

Warum hier und nicht dort?

Unverständnis über Querungshilfe an Paul-Sorge-Straße

Zebrastreifen

Die Querungshilfe an der Paul-Sorge-Straße wurde im Rahmen des Veloroutenausbaus eingerichtet Foto: privat

NIENDORF Der Wunsch vieler Anwohner/-innen nach einem Fußgängerüberweg in der Wendlohstraße wurde bereits mehrfach abgelehnt. Nun sorgt eine neue Querungshilfe in der Paul-Sorge-Straße für Unverständnis und lässt die Frage aufkommen: Warum hier und nicht dort?

„Wie kann es sein, dass dort im Bereich zwischen Ubierweg und Herzog-Bruno-Weg eine Querungshilfe einfach gebaut wird und trotz Bitten und Fordern der Niendorfer Bevölkerung in der Wendlohstraße immer wieder verweigert wird?“, wandte sich Hannes Heinemann an das Wochenblatt: „Die Paul-Sorge-Straße ist weniger befahren, es liegt dort keine Schule und die Straße ist übersichtlicher.“ An dieser Stelle überquere nur ein Minimum an Personen die Straße, während eine entsprechende Einrichtung in der Wendlohstraße vor allem für die Schulkinder dringend benötigt werde.

„Im Rahmen des umfänglichen Straßenumbaus in der Paul-Sorge-Straße wurde die Querungshilfe mit allen Trägern öffentlicher Belange abgestimmt und final von den Straßenverkehrsbehörden genehmigt“, stellt Bezirksamtssprecher Kay Becker heraus. Sie diene dazu, die Grünbereiche auf beiden Straßenseiten zu verbinden.

Das Argument lässt Heinemann nicht gelten, schließlich sei die Situation in der Wendlohstraße eine ähnliche: „Es handelt sich sogar um genau die gleiche grüne Achse, die die Grünanlage an der Wendlohstraße mit der an der Paul-Sorge-Straße verbindet.“

Die Einrichtung eines Fußgängerüberwegs in der Wendlohstraße wurde von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde bislang abgelehnt, da keine erhöhte Gefahrenlage vorliegt und die erforderlichen Verkehrsstärken nicht erreicht werden (das Wochenblatt berichtete). „Zusätzlich gestaltet sich die dortige Geometrie der Fahrbahn als schwierig. Eine Absenkung der Bordkanten für eine direkte Wegeverbindung ist im Haltestellenbereich derzeit nicht möglich, da hierfür die Bushaltestellen verlegt werden müssten“, erläutert Becker weiter.

Für Familie Heinemann bedeutet dies, dass die Tochter weiterhin jeden Morgen einen großen Umweg über die Paul-Sorge- und Max-Zelck-Straße nehmen muss, um sicher zur Schule zu kommen. „Sie wurde statistisch bei der Zählung der Polizei sicherlich genauso wenig erfasst, wie alle anderen Schüler, die sich eine Querungshilfe wünschen würden.“

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