20. November 2021
Niendorf

Stolperfallen beim Shopping

Handlungsbedarf beim Tibarg-Pflaster – Chance auf Sanierung

Eine Stolperfalle lauerte zum Beispiel an der Hausecke zum Wochenmarkt Fotos: kh

NIENDORF Stolperfallen gibt es in Niendorfs Fußgängerzone eine Menge. Wer nicht ständig den Blick auf den Boden richtet, der läuft Gefahr, über eine der Unebenheiten und Senken zu stolpern und sich zu verletzen. Punktuelle Ausbesserungen erfolgen zwar regelmäßig, eine Neupflasterung des über 35 Jahre alten Pflasters ist bislang aber nicht vorgesehen. Daran könnte sich unter Umständen aber künftig etwas ändern.

„Das ist hier richtig gefährlich“, meint Ludwiga Schmidt. Sie selbst und auch ihr Mann sind auf dem Weg zum Wochenmarkt direkt an der Ecke beim Juwelier/Leihhaus über einen mehrere Zentimeter hohen Versatz gestolpert. „Wir sind mit dem Schrecken davongekommen“, so die Niendorferin, die hofft, dass die Stelle schnell ausgebessert wird, bevor tatsächlich etwas passiert.

Das Thema ist kein Neues: Zuletzt vor zwei Jahren hatte das Wochenblatt über das „gefährliche Tibarg-Pflaster“ berichtet. „Leider hat sich an dem Sachstand nichts geändert“, so Quartiersmanagerin Nina Häder von der Arbeitsgemeinschaft Tibarg (AGT) und vom BID Tibarg III. Sie weist zudem auf den Bereich an den Fahrradbügeln vor dem Tibarg Center hin, wo das Pflaster momentan „ganz schlimm“ aussehe.

Bezirksamt reagiert schnell

„Wir haben uns die konkreten Fälle angeschaut und das Pflaster direkt repariert“, so Kay Becker, Pressesprecher beim zuständigen Bezirks-amt Eimsbüttel. Aufgrund von Baumwurzeln konnte in dem Bereich der Fahrradbügel jedoch „nur“ eine Kies-Deckschicht eingebaut werden. Grundsätzlich begeht die Wegeaufsicht den Tibarg zweimal monatlich und beseitigt vorhandene Mängel. Darüber hinaus erfolgt fünfmal wöchentlich eine Reinigung. Und die ist wichtig, da der Belag bei feuchter Witterung und Eisglätte zusätzlich eine hohe Rutschgefahr birgt. „Der Testeinsatz einer Nassreinigungsmaschine hat leider keine signifikante Verbesserung gebracht“, so Becker. Eine Reinigung mit Hochdruck und Wasserdampf sei für das kleine Pflaster ebenfalls nicht geeignet.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: „Die komplette Erneuerung des Tibarg-Pflasters ist von uns als Einzelmaßnahme für den Haushalt 2023/24 des Hamburger Senats angemeldet worden, da dies aufgrund des hohen finanziellen Umfangs vom Bezirk ansonsten nicht leistbar ist“, betont der Pressesprecher. Ob die Fußgängerzone in einigen Jahren tatsächlich einen neuen Belag erhält, bleibt abzuwarten.

An den Fahrradbügeln vor dem Tibarg Center lag kein Pflaster-Stein mehr dort, wo er sollte Foto: kh

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