2. Oktober 2021
Niendorf

So wählte der Bezirk Eimsbüttel

Till Steffen ist Wahlsieger, Niels Annen verliert Direktmandat

NIENDORF / LOKSTEDT / SCHNELSEN Mit 29,9 Prozent der Erststimmen ist Till Steffen Wahlsieger im Bezirk Eimsbüttel (Wahlkreis 20). Mit einem Direktmandat zieht der Grünen-Politiker und ehemalige Hamburger Justizsenator damit erstmals in den Deutschen Bundestag ein. Der Zweitplatzierte Niels Annen (SPD) bleibt über die Landesliste Bundestagsabgeordneter. Rüdiger Kruse (CDU) verliert sein Mandat.

Denkbar knapp fiel dabei das Ergebnis zwischen Grünen und SPD aus. Mit 29,6 Prozent der Erststimmen liegt Annen nur 0,3 Punkte und 412 Stimmen hinter Steffen, der das Wahlergebnis der Grünen um 14,8 Punkte im Vergleich zu 2017 verbessern konnte.

Annen erreichte 2005, 2013 und zuletzt 2017 das beste Wahlergebnis und damit jeweils das Direktmandat. In Niendorf, Schnelsen und Lokstedt lag er auch dieses Jahr in der Gunst der Wähler/-innen vorn. Sein bestes Ergebnis erzielte er in Niendorf mit 36,5 Prozent der Stimmen.

Deutliche Verluste fuhr dagegen die CDU ein. So erhielt ihr Direktkandidat Rüdiger Kruse nur 17,1 Prozent der Wählerstimmen und damit 11,6 Prozent weniger als bei der letzten Bundestagswahl. Kruse, der in Hamburg auf Platz 4 der CDU-Landesliste steht, verpasst damit den erneuten Einzug in den Bundestag. Zuletzt hatte er 2009 das Direktmandat in Eimsbüttel gewonnen.

Auf dem vierten Platz landete Carolin Hümpel von der FDP (8,1 Prozent, plus 1,3 Punkte), schafft es jedoch nicht in den Bundestag. Für Zaklin Nastic (Die Linke) entschieden sich 7,1 Prozent der Wähler/-innen. Trotz Verlusten (minus 3,3 Prozent) zieht die Politikerin aber über den Listenplatz 1 ihrer Partei erneut in den Bundestag ein. Die AfD erhielt 3,4 Prozent der Stimmen und musste ebenfalls Verluste hinnehmen (minus 2,3 Prozent).

Ähnlich sieht das Ergebnis bei den Zweitstimmen aus: Die Grünen liegen mit 29,9 Prozent der Stimmen vorn, mit 28 Prozent holt die SPD das zweitbeste Ergebnis. Die CDU erreicht dagegen 14,9 Prozent, die FDP 11,3 Prozent und die Linke 6,8 Prozent.

Von den 193.842 Wahlberechtigten im Bezirk gaben 83,1 Prozent ihre Stimmen ab. Etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) hat per Briefwahl gewählt.

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