13. Januar 2023
Niendorf

So viele Einsätze gab es noch nie

FF Niendorf blickt auf Rekordjahr zurück

Feuer

Die freiwilligen Helfer bei der Beseitigung der Sturmschäden im Februar Fotos: FF Niendorf

NIENDORF Die Freiwillige Feuerwehr Niendorf blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2022 zurück. Insgesamt 216 Mal mussten die 25 aktiven Helfer/-innen ausrücken – so oft, wie noch nie.

Zu den häufigsten Einsatzursachen gehörten die Sturmschäden: Von Ende Januar bis Mitte Februar waren die Helfer mehr als 70 Mal im Einsatz. „Das lange Wochenende mit den Stürmen Ylenia, Zeynep und Antonia war wirklich sehr herausfordernd“, erinnert sich Wehrführer Tobias Höppner. Bei 50 Einsätzen habe es nur wenig Schlaf für alle Kameraden gegeben.

Einsatzreich waren auch die Monate August und September: Neben einer Serie mit brennenden Müllcontainern gab es zudem Brände aufgrund der Trockenheit, darunter ein Feldbrand in Eidelstedt.

Im Hinblick auf die Brandbekämpfung greift Tobias Höppner beispielhaft einen Dachstuhlbrand in der Straße Moorflagen im März heraus. „Wir waren die ersten Einsatzkräfte vor Ort und konnten eine Ausbreitung des Feuers verhindern.“

Verkehrsunfälle gab es zwei größere in der Kollaustraße: Hier mussten die Einsatz-kräfte im Dezember einen schwer verletzten Mann aus seinem Pkw befreien, nachdem er gegen einen Baum gefahren war. Einen Unfall mit Todesfolge gab es bei den Einsätzen „nur“ ein Mal Anfang August, als ein Mann an der AKN-Haltestelle Burgwedel in Schnelsen von einem Zug erfasst wurde.

Nach den coronabedingt zwei etwas ruhigeren Jahren mit 122 und 159 Einsätzen ist die hohe Einsatzzahl in 2022 unter anderem auch auf die längere Einsatzbereitschaft zurückzuführen. „Unsere Wehr ist mittlerweile an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr im Dienst“, betont Höppner. Möglich sei das durch Homeoffice, da viele Kameraden auch tagsüber in Niendorf sind, sowie durch zwei „Tagesverstärker“, die in anderen Stadtteilen wohnen, aber hier arbeiten.

Da die Helfer gerade mal fünf Minuten Zeit haben, um nach einer Alarmierung mit mindestens sechs Personen auszurücken, ist die Nähe zum Gerätehaus im Fuhlsbütteler Weg eine wichtige Voraussetzung. „Möglich ist das zudem alles nur dank der Disziplin und des Engagements unserer Kameraden“, so der Wehrführer: „Mein Dank geht zudem an alle Familien und Arbeitgeber für ihre Rücksichtnahme, wenn wir zu jeder Tages- und Nachtzeit ausrücken müssen.“

Wer sich selbst bei der Niendorfer Wehr engagieren möchte, findet alle Infos unter www.ff-niendorf.de

Wehr
Wenn es im Stadtteil brennt, dann sind die Niendorfer Feuerwehrleute zur Stelle Foto: FF Niendorf

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