23. April 2022
Niendorf

Parksituation entspannen

CDU: Wohnmobile aus ruhendem Verkehr nehmen

Die Regeln zum Abstellen von Wohnmobilen und -anhängern sollen künftig besser kontrolliert werden, wenn es nach der CDU geht Foto: kh

NIENDORF/LOKSTEDT/SCHNELSEN Der individuelle Urlaubs- und Freizeitgestaltung im Wohnmobil hat nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie einen wahren Boom erlebt.

Viele Menschen auch im Bezirk Eimsbüttel haben sich in den letzten Jahren ein Wohnmobil oder einen Wohnanhänger angeschafft und sind damit regelmäßig unterwegs. Bei Nichtnutzung werden die Fahrzeuge und Anhänger jedoch häufig im öffentlichen Raum abgestellt, wo sie dann den ohnehin knapp bemessenen Parkraum einnehmen. Durch ihre Größe behindern sie teilweise auch die Sicht und können den Fuß- und Radverkehr stören.

Zwar dürfen nach aktueller Rechtslage Wohnmobile unter 7,5 Tonnen uneingeschränkt parken, für schwerere Modelle ist nächtliches Parken jedoch verboten. Wohnanhänger müssen nach spätestens 14 Tagen entfernt werden.

„Aus unserer Sicht bedarf es nicht nur einer Überprüfung der Straßenverkehrsordnung zu Verschärfungen, sondern auch Sofortmaßnahmen, um die aktuelle Situation zu entspannen“, so Rüdiger Kuhn, Vorsitzender der CDU-Bezirksfraktion. Mit einem Antrag in der Bezirksversammlung setzt sich die CDU daher dafür ein, dass in Wohnwagen-„Hotspots“ die bestehenden Regeln von der Polizei überwacht und sanktioniert werden.

„In Südeuropa gibt es dafür digitale Methoden, um durch Fotos und Abgleiche nachzuweisen, dass ein Mobil 14 Tage nicht bewegt wurde“, so Kuhn weiter. Sinnvoll könne vor allem aber eine entsprechende Beschilderung (zum Beispiel Parken nur für Pkw) sein.
In einem weiteren Schritt sollen gemäß Antrag dann in Absprache mit anderen Bezirken zentrale, bewirtschaftete Abstellmöglichkeiten gefunden und angeboten werden, um den Wohnmobil- Besitzern einen alternativen Parkplatz anzubieten.

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