31. Dezember 2022
Niendorf

Ohmoor künftig Naturschutzgebiet?

Antrag Akteure für besonderen Schutzstatus zusammenbringen

Das Ohmoor ist ein erhaltenswertes Gebiet, das künftig einen besonderen Schutzstatus erhalten könnte Foto: kh

NIENDORF Das Ohmoor ist eines der letzten größ-eren Moore in Eimsbüttel: Damit es einen besonderen Schutzstatus erhält, setzen sich die Grünen gemeinsam mit der CDU dafür ein, dass es perspektivisch zum Naturschutzgebiet wird – das Ohmoor wäre das erste im Bezirk.

„Das Ohmoor ist wie alle Moore ein Lebensraum für viele einzigartige Tier- und Pflanzenarten und gleichzeitig eine klimawirksame CO2-Senke“, so Antragsteller Sebastian Dorsch von der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen. Gleichzeitig habe das Gebiet im Norden Niendorfs und in Teilen Schleswig-Holsteins in den letzten Jahren aufgrund großer Hitze und zu wenig Niederschlag stark gelitten. Umso wichtiger sei ein umfassender Schutz für dieses „Juwel“.
Das 51 Hektar große Gebiet besitzt dabei bereits gewissen Schutzstatus: Es ist seit mehreren Jahrzehnten Landschaftsschutzgebiet und seit 2007 ausgewiesenes Flora-Fauna-Habitat (FFH-Gebiet).

In diesem Jahr wurde das Potenzial zur Reaktivierung des Moores als CO2-Senke zudem in das Klimaschutzkonzept des Bezirks Eimsbüttel aufgenommen. Das Ohmoor gilt darüber hinaus bereits als Perspektivfläche zur Ausweisung als Naturschutzgebiet, wie aus einem Gutachten der Gesellschaft für ökologische Planung (GOEP) aus dem Jahr 2017 hervorgeht.

„Mit dem Antrag wollen wir nun einen wahrscheinlich längeren Prozess anstoßen und die verschiedenen Akteure in Hamburg und Schleswig-Holstein zusammenbringen – in der Hoffnung, dass am Ende das erste Naturschutzgebiet in und für Eimsbüttel entsteht“, betont Sebastian Dorsch.
In einem nun einstimmig in der Bezirksversammlung beschlossenem Antrag geht es daher zunächst darum, die Fachbehörde, die Loki Schmidt Stiftung, den Nabu sowie der GOEP als gemeinsame Akteure zusammenzubringen, um einerseits die Politik über den Zustand zu informieren und andererseits „den Prozess hin zu einem möglichst gutenSchutz des Ohmoors zu diskutieren.“

Sebastian Dorsch möchte die Ohmoor-Akteure zusammenbringen Foto: Henning Angerer / Grüne-Fraktion

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