5. Februar 2022
Niendorf

Mal zu wenige, mal zu viele Container

Was Leser meinen und die Stadtreinigung dazu sagt

Nur direkt nach Leerung sieht es ordentlich aus am Papiercontainer am Schleswiger Damm Foto: kh

NIENDORF/SCHNELSEN/LOKSTEDT Um Altpapier, Altglas und Elektrokleingeräte loszuwerden, gibt es in unseren Stadtteilen mit 390 Containern viele Entsorgungsmöglichkeiten. An einigen Standorten sehen Leser/-innen jedoch Nachbesserungsbedarf.

„Ich vermisse in Schnelsen einen zusätzlichen Container für Elektrokleingeräte“, meint beispielsweise Inge Rögener, die sich auf den Wochenblatt-Aufruf gemeldet hat. Aktuell gibt es nur einen am Schleswiger Damm. Als weiteren geeigneten Standort schlägt sie den Bereich am Wochenmarkt vor. „Da der Platz auch als Parkfläche genutzt wird, ist er erfahrungsgemäß zum Befahren mit dem Entsorgungsfahrzeug ungeeignet“, reagiert Andree Möller, Sprecher bei der Stadtreinigung Hamburg, und verspricht: „Wir sehen uns aber in der näheren Umgebung nach einem geeigneten Platz um.“

In Niendorf vermisst André Schütte ebenfalls einen Elektrocontainer am Papiercontainer-Standort Wagrierweg (vor Budni). „Der Gehweg würde hier bei einem weiteren Container zu stark beengt“, meint Möller. Wie auch an anderen Standorten seien „wilde Elektroschrott-Müllablagerungen“ hier aber die große Ausnahme, sodass ein Elektrocontainer das Problem nicht lösen würde.

Zu viel Papier und Pappe gibt es dagegen häufiger: In Schnelsen beklagt sich zum Beispiel eine Anwohnerin darüber, dass der Container am Schleswiger Damm, Ecke Georges-Andre-Kohn-Straße regelmäßig überfüllt ist. „Dieser Platz ist eine derartige Müllecke, dass man sich schämen kann“, so Christina Rimkus: „Neben Kartons werden auch Plastik- und Hausmüll einfach daneben entsorgt.“ Als „Ideallösung“ schlägt sie vor, den Container ganz abzuschaffen. Immerhin gebe es in Hamburg das für alle Haushalte kostenlose Angebot einer eigenen Papiertonne.

„Dieser Vorschlag ist obsolet. Das gesamte Umfeld ist mit nur wenigen Ausnahmen bereits mit Papiertonnen abgedeckt“, sagt der Stadtreinigungssprecher. Bis vor einem Jahr habe es an dem Standort noch zwei Container gegeben: Aufgrund einer Zierkirsche, die dort auf privatem Grund zu sehr gewachsen ist, musste einer jedoch entfernt werden.

„Die Kräne unserer Fahrzeuge würden den Baum bei der Entsorgung sonst beschädigen“, so Möller. Man werde sich jetzt aber mit dem Eigentümer in Verbindung setzen. „Bei einem Baumschnitt könnten wir sofort wieder einen zweiten Container aufstellen.“

Schließlich liegt in diesem Fall bereits eine Zustimmung des Bezirksamtes und der Polizei vor – diese ist für jeden neuen Standort und jede Containerergänzung unbedingt erforderlich.


Altpapier kann in Containern entsorgt werden, Karton bitte immer falten
Foto: Pixabay

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