19. März 2022
Niendorf

Film ab am Flughafen Hamburg

Der Airport ist eine beliebte Location. Auch eine ausgemusterte Boeing wird gern in Szene gesetzt

Vor 25 Jahren drehte Pierce Brosnan James Bond am Flughafen Fotos: Michael Penner

NIENDORF Der Flughafen der Hansestadt ist als Film- und Fotokulisse schon lange eine begehrte Location. Beinahe täglich tummeln sich hier Kamerateams, Komparsen, Künstler und prominente Schauspieler wie Moritz Bleibtreu, Veronica Ferres, Wotan Wilke Möhring, Luna Marie Maxeiner, Smudo oder Heiner Lauterbach.

So auch vor genau 25 Jahren, als im März 1997 einen ganzen Tag lang Szenen des legendären James-Bond-Films „Tomorrow never dies“ mit Pierce Brosnan am Hamburg Airport gedreht wurden. Der Aufwand, auch an Vorbereitungen im Vorwege, für den elfstündigen Dreh war immens. Denn außer den aufwendigen Dreharbeiten musste der Flugbetrieb störungsfrei weiterlaufen. Als der Film Weihnachten 1997 in die Kinos kam, ließ die 30-Sekunden-Szene am Flughafen den großen Aufwand kaum erahnen.
Mit der Mediensatire „Schtonk!“ von Helmut Dietl hatte fünf Jahre zuvor die Medienbetreuung am Hamburg Airport mit einer eigens eingerichteten Stelle die Arbeit aufgenommen.

Zu sehen ist der Flughafen außerdem in 1990er-Jahre-Krimiserien wie „Peter Strohm“ mit Klaus Löwitsch und „Bella Block“ mit Hannelore Hoger oder dem „Tatort“. 2009 war der Flughafen einer der Drehorte für „Soul Kitchen“, einer Liebeserklärung des Regisseurs Fatih Akin an die Stadt Hamburg.

Auch Flugzeuge fungierten immer wieder als begehrte Filmkulisse, wie etwa für die ZDF-Produktion „Deutschlandspiel“ (2002) zum 10. Jahrestag der Deutschen Einheit. Hier diente eine ausgemusterte B707 als fiktive Regierungsmaschine des damaligen Generalsekretärs der KPdSU, Michael Gorba-tschow, bei einem Besuch des DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker.

Auch für die Filmkomödie „Kick it like Beckham“ (2001), den Spielfilm „Im Schatten der Macht“ (2003) über die letzten Tage vor dem Rücktritt Willy Brandts oder für „Rocca verändert die Welt“ (2018) wurde sie als Location eingesetzt.

Eine ausgemusterte B707 spielt eine wichtige Rolle in „Im Schatten der Macht“

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