7. Januar 2023
Niendorf

Elterntaxis sind das größte Problem

Schul- und Kitaweg soll sicherer werden

Schule

Der Schulweg soll für alle Kinder künftig (noch) sicherer werden Foto: kh

NIENDORF/LOKSTEDT/SCHNELSEN Wo sind Schulwege mangelhaft? Und wo besteht sogar akute Gefahr für Kinder? Mit Fragen wie diesen beschäftigt sich das schulische Mobilitätsmanagement.

Das Gemeinschaftsprojekt des Nachbarschaftsforums Südholstein / Holstein geht in die zweite Phase. Mit dem Ziel, selbstständige und sichere Mobilität von Kindern und Jugendlichen zu fördern, haben der Kreis Pinneberg sowie die Hamburger Bezirke Altona und Eimsbüttel das Projekt ins Leben gerufen. Im Fokus stehen die Wege von und zu Kitas und Schulen: Nicht immer werden sie zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt. Häufig spielen die Eltern eine wichtige Rolle, indem sie ihre Kinder mit dem Auto sogar vor das Schultor fahren. Diese sogenannten Elterntaxis werden als eines der drängendsten Probleme gesehen, wie die Auswertung einer Umfrage an 150 Kitas, Grund- und weiterführenden Schulen zeigt.

Im nächsten Schritt geht es ins Detail: An 40 Einrichtungen startet die detaillierte Befragung von Eltern und Schüler/-innen, um das individuelle Mobilitätsverhalten noch etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Unter Vorbehalt dabei sind die Grundschule Vizelinstraße in Lokstedt, in Schnelsen die Schule und Kita am Röthmoorweg. Eine weiterführende Schule sei bereits angefragt, teilt Bezirksamts-Sprecher Kay Becker mit, hier gebe es aber noch keine Rückmeldung. Aus den Ergebnissen soll im kommenden Jahr ein Überblick über typische und häufige Probleme auf den Schulwegen erstellt werden. In einer dritten Projektstufe werden auf Basis dieser Ergebnisse maßgeschneiderte Lösungsansätze und Maßnahmen ausgearbeitet, die zunächst exemplarisch in bis zu zehn Einrichtungen umgesetzt werden – um letztlich den Schul- und Kitaweg für alle Schulkinder sicherer zu gestalten.

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