5. Juni 2021
Niendorf

Einkaufsbummel wird zum Gartenerlebnis

Auf dem Tibarg sind jetzt Hobby-Gärtner aktiv

Viele Vertreter von Niendorfer Institutionen sind jetzt Tibarg-Gärtner/-innen Foto: kh

NIENDORF Jetzt blüht die Einkaufsmeile richtig auf: Auf dem Tibarg ist das Gemeinschaftsprojekt „Erlebnisgarten“ gestartet.

Im Vorbeigehen eine Erdbeere naschen, bei der wöchentlichen Einkaufstour nachschauen, ob die Tomaten schon rot sind oder sich einfach daran erfreuen, wie viel grüner es in den Hochbeeten von Tag zu Tag wird – über eine lebendige Vielfalt in Niendorfs Einkaufsstraße können sich die Tibarg-Besucherinnen und -Besucher jetzt im wahrsten Wortsinn freuen.

„Die Idee ist einfach gut und vor dem Hintergrund, dass momentan nur so wenig stattfinden kann, sogar noch besser“, finden Tanja Ziemek und Erika Jacobs von der Evangelischen Familienbildung Niendorf-Lokstedt. Genauso wie weitere Vertreterinnen und Vertreter von Niendorfer Institutionen „beackern“ sie nun ein eigenes Hochbeet am südlichen Tibarg.

Unter der fachkundigen Anleitung und mit praktischen Tipps von Ackercoach Lea Tajbakhsh der Firma Ackerpause haben sie in der vergangenen Woche Tomaten, Zucchini, Pak Choi und andere Gemüse- und Kräutersorten eingepflanzt. Damit bald auch geerntet werden kann, ist es mit dem Einpflanzen natürlich nicht getan.

Zwar ist der Tibargmeister für das tägliche Gießen zuständig, um die Pflege ihrer Hochbeete kümmern sich die Beetpaten aber selbst. „Ich fahre hier täglich vorbei und schaue nach dem Rechten“, meint zum Beispiel Katja Buurmann von der Begegnungsstätte Alte Schule. Die Beete seien nicht nur ein schöner Blickfang, sondern bieten auch einen Mehrwert. So könne man sich vom
Beet der Alten Schule bald einfach Erdbeeren abpflücken und genießen.

„Wir möchten ein Zeichen für einen bewussteren Umgang mit Lebensmitteln setzen und ihren Wert in Form von tollen ,Gemüseerlebnissen‘ vermitteln“, betont Lea Tajbakhsh. Die Tibarg-Besucher erleben direkt, wie das Obst und Gemüse wachsen und wie Kräuter eigentlich riechen und aussehen. „Auch für Menschen, die zu Hause keine Möglichkeiten zum Gärtnern haben, ist das Projekt eine tolle Sache“, findet Pastor Fritz Rohde von der Freien evangelischen Gemeinde Niendorf, der darüber gerne auch mit den Menschen ins Gespräch kommen möchte.

Initiiert wird das Urban Gardening-Projekt von der Arbeitsgemeinschaft Tibarg (AGT) und dem Tibarg Center. Neben den Hochbeeten und weiteren Gartenarrangements sind bis Oktober weitere themenbezogene Aktionen zu den Themen Nachhaltigkeit und Umweltpädagogik geplant.

 

Acker-Coach Lea Tajbakhsh erklärt, wie man die Kräuter richtig einpflanzt Foto: kh

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