25. Juni 2022
Niendorf

Ein Paradies für Schmetterlinge

Treffen an der Aurora-Wiese im Niendorfer Gehege

Bezirksamtsleiter Kay Gätgens (Mitte) traf sich mit den Aurora-Akteuren André Heins (v.l.) und Axel Thiemann (Verein Pro Niendorfer Gehege), Dieter Siebeneicher und Andreas Trachte (Nabu), Aurora-Botschafterin Marisa Schönfeldt (Nabu), Revierförster Sven Wurster und Christa Fischer (Nabu) Foto: Hainke

NIENDORF Großes Ochsenauge, Rostfarbiger Dickkopffalter und Ampfer-Grünwidderchen – auf der „Aurorawiese“ im Niendorfer Gehege finden diese und weitere Schmetterlingsarten einen Rückzugsort. Bezirksamtsleiter Kay Gätgens hat sich mit den Akteuren vor Ort getroffen und sich über das Gemeinschaftsprojekt informiert.

Seit genau vier Jahren ist die große Wiese Nähe der Straße Bondenwald neben dem Spielplatz auf Initiative und mit finanzieller Unterstützung des Vereins Pro Niendorfer Gehege offiziell Teil des Aurora-Projekts vom Hamburger Naturschutzbund Deutschland (Nabu). Ziel ist es, einen Lebensraum für Insekten und im Speziellen für Schmetterlinge zu schaffen und damit dem Rückgang vieler Arten entgegenzuwirken. Dafür führt die Revierförsterei hier eine extensive Mahd durch, bei der immer nur Teilbereiche der Wiese zu unterschiedlichen Zeiten abgemäht werden und einige Teilflächen als Rückzugsgebiete sogar komplett ungemäht bleiben.

Die Nabu-Akteure haben die Schmetterlings- und Insektenkontrolle sowie die Dokumentation vor Ort übernommen. „Das Große Ochsenauge ist die Schmetterlingsart mit der stärksten Individuenzahl auf der Wiese“, berichtet Aurora-Botschafterin und Biologin Marisa Schönfeldt und greift ein weiteres Beispiel heraus: „Die Anzahl der mittlerweile gefährdeten Ampfer-Grünwidderchen, die sich auf der Wiese seit 2008 stark reduziert hat, ist seit Projektbeginn hier wieder leicht angestiegen.“ Auffällig sei aktuell zudem, dass es auf der Wiese deutlich mehr Pflanzen vom Kleinen Sauerampfer gebe. „Dies ist die Futterpflanze der Raupen des Ampfer-Grünwidderchens, aber auch von anderen Schmetterlingsarten“, erläutert die Expertin.

Ob sich der langsame positive Trend weiter fortsetze, werde sich in den nächsten Jahren zeigen. Die Akteure vor Ort behalten das Mahdkonzept auf jeden Fall bei und die Wiese im Blick. Und natürlich können auch die Waldbesucher/-innen nach den Schmetterlingen Ausschau halten. Tipp: Bei sonnigem Wetter lassen sie sich gerne auf blühenden Disteln nieder, um Nektar zu trinken.

Die Nabu-Ehrenamtlichen freuen sich über Meldungen des Ampfer-Grünwidderchens auch in anderen Bereichen. Standortinformationen zu Sichtungen können möglichst tagesaktuell an aurora@nabu-Hamburg.de gesandt werden.

Infos: https://t1p.de/3t27x

An seinem metallisch-grünen Glanz ist das Ampfer-Gründwidderchen gut zu erkennen
Foto: privat

Auch interessant