23. Juli 2022
Niendorf

E-Bass? Keyboard? Oder lieber Schlagzeug?

Die Staatliche Jugendmusikschule unterrichtet an den Schulen

Freuen sich über das Musikangebot an der Schule Röthmoorweg: Peter Schulze (Stadtbereichsleiter der Jugendmusikschule) mit Schulleiter Ingo Worofka und Musiklehrer Jonathan Ihlenfeld Cuñado (v.l.) Foto: kh

NIENDORF/SCHNELSEN/LOKSTEDT Es muss längst nicht mehr die Blockflöte sein, um musikalisch durchzustarten. Mit vielfältigen Angeboten – von Violine und Keyboard über E-Bass und Schlagzeug sogar bis hin zu Oboe – bietet die Staatliche Jugendmusikschule Hamburg (JMS) Kindern viele Möglichkeiten, ein Instrument zu erlernen. Der Musikunterricht wird dabei an Schulen in unseren Stadtteilen angeboten – je nach Einkommen der Eltern auch gebührenermäßigt oder sogar kostenlos.

Der Traum, einmal ein Rockstar zu sein und mit eigener Musik reich und berühmt zu werden, sei für viele Kids schon eine große Motivation, schmunzelt Peter Schulze, JMS-Stadtbereichsleiter des Bereichs Nord-West mit Standort im Burgunderweg. Ein Instrument zu spielen, hat aber noch weitere Vorteile: „Musik fördert die Konzentration und das Selbstvertrauen, bietet die Möglichkeit, sich selbst auszudrücken und macht einfach Spaß“, so Schulze. Musik sei zudem inklusiv, da es keine Rolle spiele, welche Sprache man spricht, welche Religion oder Hautfarbe man habe. Bei der JMS ist das Musizieren sogar unabhängig von den sozialen Verhältnissen mit einer einkommensabhängigen Gebührenermäßigung von bis zu 100 Prozent möglich.
„Unser Ziel ist es, allen Kindern die Möglichkeit zu bieten, Musik so zu lernen und gestalten, dass sie in ihr Leben passt“, meint der Bereichsleiter weiter.

Der Musikunterricht werde dabei teils in den Unterricht, teils auch in die Betreuung am Nachmittag integriert, sodass ein niedrigschwelliger Zugang möglich sei und die Eltern keinen organisatorischen Aufwand damit haben.
Eine Kooperation besteht seit einigen Monaten unter anderem mit der Grundschule Röthmoorweg.

„Die Musik klingt jetzt fröhlich durch unsere Schule“, freut sich Schulleiter Ingo Worofka: „Mit dem Angebot stärken wir unseren eigenen musikalisch-künstlerischen Bereich und zeigen uns gleichzeitig offen für den Stadtteil, da auch Kinder aus anderen Schulen teilnehmen können.“

Kids sind motiviert

Und das kommt gut an: „Die Kids sind total motiviert und haben richtig viel Spaß“, erzählt Jonathan Ihlenfeld Cuñado, der hier als Musiklehrer E-Bass und E-Gitarre unterrichtet sowie ein Bandtraining anbietet.

„Wir möchten unser Angebot, das bereits an mehreren Grund- und weiterführenden Schulen besteht, nun weiter ausbauen und die Stadtteile Stück für Stück erobern“, erklärt Schulze. Um die JMS noch bekannter zu machen, plant er für Samstag, 24. September, einen musikalischen Tag der offenen Tür in der Grundschule Röthmoorweg (Infos folgen).

Staatliche Jugendmusikschule Hamburg, Stadtbereich Nord-West, Burgunderweg 2, Niendorf, T 428 01 41 85, Infos (auch zu Ermäßigungen) www.hamburg.de/jugend musikschule/stadtbereich-nord-west/

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