13. November 2021
Niendorf

Die Bäume bleiben, Tempo 30 kommt

Heidlohstraße Keine Fällungen für die Veloroute

Aufatmen: Kein Baum in der Heidlohstraße muss zugunsten der Veloroute weichen Foto: kh

SCHNELSEN Anwohner/-innen, Schnelsener/-innen und Naturschützer/-innen können aufatmen: Im Zuge des Ausbaus der Veloroute 14 bleiben die Straßenbäume in der Heidlohstraße erhalten. Im Bereich zwischen Vogt-Kock-Weg und Frohmestraße wird hier künftig zudem Tempo 30 gelten.

Auf diese Entscheidung haben sich die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) sowie die Innenbehörde (BIS) verständigt. Die geringere Höchstgeschwindigkeit für den Kfz-Verkehr macht es möglich, dass die Radfahrenden dort bald im Mischverkehr auf der Straße geführt werden. Aufgrund dieser verkehrlichen Änderungen müssen die ursprünglich geplanten 18 Fällungen zudem nicht mehr durchgeführt werden.

Die neuen Pläne des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) sehen vielmehr vor, alle Bäume zu erhalten und gleichzeitig sogar sechs neue zu pflanzen. Auch die über 90 Jahre alte Linde auf der westlichen Nordseite der Kreuzung Wählingsweg/Heidlohstraße bleibt stehen.
Voraussichtlich im Juni /Juli soll es im Abschnitt Vogt-Kock-Weg bis Frohmestraße dann losgehen – abhängig vom Bauzeitende an der Halstenbeker Straße. Zu den Baumaßnahmen gehören die Erneuerung der Fahrbahn, der Rückbau der Radwege auf den Nebenflächen, die Verbreiterung der Gehwege, eine Neuordnung der Parkplätze und das Aufstellen von Fahrradbügeln.

„Ich freue mich sehr, dass wir die Bäume erhalten können und gleichzeitig den Fuß- und Radverkehr in Schnelsen voranbringen“, äußert sich Koorosh Armi, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Dieses positive Beispiel zeige, wie wichtig es sei, dass unterschiedliche Fraktionen häufiger an einem Strang ziehen sollten. Genauso wie die SPD haben sich auch die Grünen aktiv für eine Änderung der Pläne eingesetzt (das Wochenblatt berichtete).

„Der Einsatz vieler Menschen vor Ort und des Nabu, die Stellungnahme der Grün-Schwarzen Koalition aus 2020, wiederholte Forderungen von uns und von Seiten der Verkehrs- und Mobilitätsbehörde zahlen sich aus“, meint Sebastian Dorsch, Grünen-Sprecher im Regionalausschuss.

Auch interessant