30. Juli 2022
Lokstedt

Wohin mit Scooter, E-Bike und Co.?

Immer mehr E-Mobile auf den Straßen

Während die Scooter vor dem U-Bahn-Eingang kreuz und quer abgestellt werden... 

LOKSTEDT Das wilde Parken der E-Scooter auf Geh-wegen oder Privatgelände sorgt immer wieder für Unmut.

Nun befürchtet die SPD ein weiteres Ärgernis, denn zu den rund 17.000 E-Scootern, die bereits auf Hamburgs Straßen unterwegs sind, sol-len sich nun noch 2000 E-Bikes der Sharing-Anbieter Bolt und Tier gesellen. Zu-viel, findet die Eimsbütteler SPD und fordert, den Öffentlichen Raum nicht immer weiter mit Fahrzeugen vollzustellen. „Es kann nicht sein, dass Bürgersteige und Straßen immer weiter mit Fahrzeugen vollgestellt werden. In vielen Städten werden
die E-Flotten längst wieder verkleinert. Es darf in Hamburg nicht so weit kommen, dass private Anbieter den öffentlichen Raum vollständig kommerzialisieren“, erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Gabor Gottlieb und fordert klare Regeln für die Benutzung und das Abstellen.

Bisher gibt es seitens der Stadt eine freiwillige Vereinbarung mit den Anbietern, die unter anderem die fotografische Dokumentation des korrekten Abstellens seitens der Nutzer vorsieht. Auch extra Parkplätze wurden vor den U Bahnstationen Hagenbeck und Hagendeel eingerichtet. Eine Stichprobe am Dienstagvormittag vor Ort ergibt einen E-Scooter-Parkplatz, auf dem lediglich ein Gefährt steht, an der
U-Bahn-Station Hagenbeck. Und gegenüber, vor dem
U-Bahn-Eingang, stehen die Scooter kreuz und quer im Weg.

Gottlieb fragt sich, „was eigentlich der strategische Ansatz und das verkehrspolitische Ziel im Umgang mit den Sharing-Anbietern sein soll“, und ob die Angebote einen wirklichen Beitrag zur Mobilitätswende leisten können. Vorbildfunktion sieht er in Städten wie Düsseldorf und Frankfurt. Dort würden die Anzahl und Art der Nutzung der Fahrzeuge reguliert und Sondernutzungsgenehmigungen und Gebühren verlangt.

…, herrscht gähnende Leere auf dem Scooter-Parkplatz Haltestelle Hagenbeck Fotos: mf

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