7. Mai 2022
Lokstedt

Weiterer Versuch vertagt

Über das Verkehrslabor wird im Juni entschieden

Die Grelckstraße ist wieder in beide Richtungen befahrbar Foto: mf

LOKSTEDT Seit dem 22. April ist die erste Phase des Verkehrslabors in der Grelckstraße abgeschlossen. Ob und wie die zweite Phase umgesetzt wird, sollte eigentlich am 2. Mai im Regionalausschuss entschieden werden. Doch die Bezirksfraktionen von CDU, Grünen und SPD vertagten ihre Anträge auf die nächste Sitzung am 20. Juni.

Grund dafür war der von den Grünen eingereichte Antrag, dem im Vorwege von der Innenbehörde beschieden wurde, dass er so nicht umsetzbar sei. Die Fraktion wollte nach den Erfahrungen der ersten Phase für die zweite „ein pragmatisches Kompromissangebot an Gewerbetreibende und andere“ beantragen, in der die Grelckstraße im Rahmen des Verkehrslabors zu einer Fußgängerzone wird, die für Radfahrende und Anlieger frei ist. Das birgt laut Verkehrsdirektion aber noch diverse Stolpersteine.

So müssten in einer Fußgängerzone Parkplätze beseitigt werden und auch für Radler auf der Veloroute würde dann Schritttempo gelten. Für Anlieger, die etwa einen Stellplatz auf ihrem Grundstück ansteuern, müsste es eine Zusatzbeschilderung des „Anlieger frei“-Schildes geben – ansonsten wäre jeder Autofahrer, der etwas in der Grelckstraße zu erledigen hat, ein Anlieger. Eine Kontrolle dessen wäre nur temporär möglich. Seitens der Grünen wird nun nochmals beraten und an Lösungen gearbeitet.

Die CDU vertagte ihren Antrag, der einer überarbeiteten zweiten Phase im Falle einer positiven Auswertung der ersten sowie Klärung der Finanzierung zustimmen würde. Der Antrag der SPD sieht den Abschluss des Labors mit Beendigung und Evaluierung der ersten Phase vor. An einem Runden Tisch sollen die beteiligten Akteure dann Vorschläge zur weiteren Entwicklung der Einkaufsstraße einbringen.

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