12. Februar 2022
Lokstedt

Was passiert mit dieser Bauruine?

Trotz Wohnraummangels stehen die Bagger still

In der Julius-Vosseler-Straße 99 stehen die Arbeiten still Foto: mf

LOKSTEDT In Hamburg sollen pro Jahr 10.000 neue Wohnungen gebaut werden, die Nachfrage ist höher als das Angebot. In Lokstedt scheinen bei hohem Bedarf jedoch einige Projekte stillzustehen.

In der Sackgasse An der Lohbek wurde vor drei Jahren einer der drei Wohnblöcke 6 a bis c abgerissen, auch die restlichen sollten zurückgebaut werden. Auf dem Grundstück sollten laut Ankündigung auf dem Bauzaun von 2019 an insgesamt 24 Mietwohnungen mit Tiefgarage entstehen.

Acker liegt brach

Auch die angrenzenden Mehrfamilienhäuser am Grandweg 52 bis 54 a befinden sich in der Überplanung des gleichen Bauherrn.
„Wir haben dort einen brachliegenden Acker. Er ist komplett abgezäunt, sodass niemand ihn zum Parken, Fußballspielen oder Relaxen nutzen kann. Es ist eine nutzlose Fläche mitten im Stadtteil“, ärgert sich ein Anwohner. „Für das Baugrundstück liegt unserer Bauprüfabteilung ein Antragsverfahren vor, das noch nicht abgeschlossen wurde“, teilt Kay Becker vom Bezirksamt Eimsbüttel aufgrund des laufenden Verfahrens knapp mit.

Investor schweigt

Der Bauherr meldete sich nicht auf die Anfrage der Redaktion nach dem aktuellen Planungsstand zurück. In der Julius-Vosseler-Straße 99 wurden die Arbeiten an einem Neubau vor mehr als einem Jahr eingestellt.

Auf der Website des Investors wird 2017 der Neubau eines Mehrfamilienhauses angekündigt, eine Immobilienseite bietet in dem Objekt eine Vierzimmerwohnung für 895.000 Euro an.
Nach Beobachtungen eines Nachbarn seien mindestens drei Baufirmen mit dem Projekt beschäftigt gewesen. Der Investor äußerte sich auf Nachfrage nicht zur Zukunft der Bauruine.

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