28. August 2021
Lokstedt

U5 sorgt für starke Fahrgastzahlen

Hochbahn mit mutiger Prognose zur Nutzung

Rund 270.000 Fahrgäste pro Tag werden die U5 künftig nutzen Grafik: Hochbahn

LOKSTEDT Eine höhere Einwohnererschließung und verkürzte Reisezeiten führen nach neuen Prognosen dazu, dass die geplante U-Bahnlinie 5 künftig täglich von rund 270.000 Fahrgästen genutzt wird. Das sind etwa 70.000 Personen mehr als in der ursprünglichen Berechnung von 2019.

An den insgesamt 23 Haltestellen wird es nach den aktuellen Berechnungen zudem mehr als eine halbe Million Menschen geben, die hier täglich ein-, aus- oder umsteigen. Bislang ist man „nur“ von einer Anzahl von 390.000 ausgegangen. Für die Lokstedter Haltestellen rechnet die Hamburger Hochbahn am Behrmannplatz mit circa 12.000 Aus- und Einsteigern, an der Haltestelle Hagenbecks Tierpark mit etwa 15.000 pro Tag. Für das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) werden sogar 39.000 prognostiziert.

Die voraussichtlich höhere Nutzung ist nicht nur Folge der verbesserten Erschließung durch eine veränderte Linienführung (unter anderem über das UKE), sondern ergibt sich auch durch kürzere Fahrzeiten im Vergleich zum Ist-Stand heute. Diese ergeben sich unter anderem auch durch schnellere und bessere Umsteigemöglichkeiten. Wer beispielsweise vom Niendorfer Schippelsweg künftig zum UKE fahren möchte, der benötigt in einigen Jahren nur noch 14 Minuten.

Aktuell beträgt die Fahrtzeit fast das Doppelte. Auch der Weg zur Universität wird sich ab Niendorf um vier Minuten auf 21 Minuten reduzieren. „Die Reisezeit ist eines der wesentlichsten Entscheidungskriterien, um vom eigenen Auto auf den ÖPNV umzusteigen“, betont Henrik Falk, Vorstandsvorsitzender der Hochbahn: „Mit der U5 ist es kein Verlust, das Auto stehen zu lassen, sondern ein Gewinn.“ Ziel ist es, dass die U5 einen wesentlichen Beitrag zur Mobilitätswende leistet.

Laut der aktuellen Prognosen könnten mit der neuen U-Bahn täglich rund 290.000 Pkw-Kilometer eingespart werden. Bis es so weit ist, werden aber noch einige Jahre vergehen. Gebaut wird zunächst im Bereich zwischen Bramfeld und City-Nord. Bis Ende der 2030er-Jahre ist die Gesamt-Fertigstellung geplant.

Die Hochbahn rechnet mit einem starken Anstieg der Fahrgastzahlen Foto: Archiv

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