19. November 2022
Lokstedt

Penetranter Piepton nervt Anwohner

Behrmannplatz Ampelsignal immer noch zu laut

Ampel

Das Ampelsignal nervt viele Behrmannplatz-Anwohner Foto: mf

LOKSTEDT Trotz Nachbesserung ist das Piepen der provisorischen Ampelanlage am Behrmannplatz für Anwohner immer noch zu laut. Der Ton stört sie auch nachts.

Das Bezirksamt versprach Nachbesserung bei der Signaleinstellung der provisorischen Ampelanlage, die im Zuge der Umbaumaßnahmen am Behrmannplatz eingerichtet wurde. Anwohner/-innen hatten sich über die Lautstärke und das ununterbrochene Signal beschwert, das Menschen mit Sehbeeinträchtigung eine Orientierung geben soll (das Wochenblatt berichtete).

Nun ist die Anlage leiser gestellt: „Die Maximal-Lautstärke wurde nun von 90 Dezibel auf 60 reduziert“, erklärt Bezirksamtsprecher Kay Becker. Zusätzlich wurde die Reaktionszeit auf äußere Lärmeinflüsse auf „träge“ eingestellt. Der Piepton wird dadurch nicht sofort, sondern erst nach drei Sekunden lauter, wenn der Verkehrslärm durchgehend lauter wird. „Das ist das, was technisch machbar ist. Die untere Mindestlautstärke von 45 Dezibel kann nicht reduziert werden“, sagt Becker und hofft, dass den Anwohner/-innen damit geholfen sei.

Wie eine Waschmaschine …

Die fühlen sich jedoch weiterhin gestört: „Auch 60 Dezibel sind auf Dauer einfach zu viel. Es ist vergleichbar mit einer Waschmaschine, die im Hintergrund läuft und kaum mehr wahrgenommen wird, und einem Wecker, der sie pausenlos übertönt, und den man so schnell wie möglich ausmachen möchte“, vergleicht Anwohnerin Charlotte Kurz die Dauerbeschallung.

„Was neben der Penetranz besonders nervt, ist die Sinnlosigkeit des Pieptons. Denn eigentlich soll er ja nur ertönen, wenn ein Mensch mit Sehbehinderung die dafür vorgesehene Taste drückt. Die Ampelanlage piept aber immer. Auch nachts, wenn in Lokstedt irgendwann niemand mehr unterwegs ist.“

Der Park mit dem Spielplatz am Behrmannplatz, der eigentlich der Erholung dienen sollte, würde schon gemieden und auch vor den Häusern würden Nachbarn kaum noch für einen Klönschnack stehen bleiben: „Alle sehen zu, so schnell wie möglich die Tür hinter sich zu schließen. Es ist so schade.“

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