4. Juli 2022
Lokstedt

Mehr Sicherheit am Siemersplatz

Verbesserungsbedarf am Verkehrsknotenpunkt

Siemersplatz

Am Lokstedter Verkehrsknotenpunkt besteht Verbesserungsbedarf Foto: mf

LOKSTEDT Für Radfahrer, Fußgänger und Nutzer des Busverkehrs soll es am Siemersplatz sicherer und attraktiver werden. So sieht es ein Antrag der Grünen vor, der jetzt im Regionalausschuss Lokstedt / Niendorf / Schnelsen angenommen wurde.

Vor knapp zehn Jahren wurde der Siemersplatz mit der Zielvorgabe neu gestaltet, dass alle Verkehrsteilnehmer die große Kreuzung sicherer und schneller passieren können sollen. In ihrem Antrag kommt die Bezirksfraktion der Grünen jedoch zu dem Ergebnis, dass Autos und Busverkehr zwar mehr Platz erhalten haben, der Fuß- und Radverkehr aber das Nachse-hen habe. Die Ampelschaltungen ermöglichen es insbesondere geheingeschränkten Personen kaum bei Grün den Platz zu überqueren. Der Zwischenstopp auf den eher kleinen Verkehrsinseln inmitten des zwei- bis vierspurigen Autoverkehrs wird als nicht sicher empfunden. An den gut frequentierten Umsteigepunkten der Buslinien kommt es zu Konfliktsituationen zwischen Fußgängern und Radfahrern.

Sichere Querungsbedingungen für den Radverkehr stehen noch aus: An der Vogt-Wells-Straße wird der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten, für Linksabbiegende gibt es keine Aufstellmöglichkeiten.

Für eine erhöhte Sicherheit und Nutzungsqualität sollen nun Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden. Angestrebt werden Sofortmaßnahmen bei der Ampelschaltung und der roten Einfärbung von Fahrradwegen. Insbesondere beim Ausbau der Fuß- und Radwege sollen 2,65 Meter Gehwegbreite und zwei Meter Radwegbreite eingehalten werden. Außer den Fachbehörden sollen auch Vereine wie der ADFC oder Fuß e.V. in die Planung einbezogen werden. „Der Siemersplatz gilt vielen als Inbegriff einer autogerechten Stadtplanung. Von Aufenthaltsqualität kann keine Rede sein. Die vielen Fußgänger/-innen, die den Platz zum Um- und Einsteigen in die Buslinien nutzen, und Radfahrende müssen sich den wenigen Platz teilen und finden kaum sichere Infrastruktur vor. Wir fordern insgesamt und sehr konkret für den Siemersplatz den Einstieg in eine Umplanung“, erklärt Sebastian Dorsch (Grüne).

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