5. November 2022
Lokstedt

Kobras feierten Halloween

Im Tropen-Aquarium gab’s Kürbis für hochgiftige Schlangen

Kein Halloween-Alptraum: Eine Kobra schlängelt sich durch den Kürbis Foto: Hagenbeck

LOKSTEDT Zu Halloween erkundeten die beiden neuen Monokelkobras im Tropen-Aquarim Hagenbeck ihre Umgebung.

Die beiden Neuzugänge sind nicht wie gewöhnlich bräunlich oder schwarz gefärbt sondern als Leuzisten weiße Vertreter ihrer Art. Ihre schlanken, hellen Körper sind in der Anlage gut zu erkennen. Es ist dennoch ein aufmerksames Auge nötig, um die auffälligen Tiere zu entdecken, da die Bodenbewohner sich gern unter Blättern oder Ästen verstecken. Aufgrund fehlender Farbzellen (Chromatophoren) ist die Hautfarbe der Schlangen weiß. Anders als bei Albinos haben die Leuzisten aber farbige Augen, da ihnen zwar die farbstoffbildenden Zellen fehlen, sie aber dennoch Melanin bilden können.

Typisch für Kobras ist ihre Hautfalte im Nacken, die zu einem Schild aufgespreizt werden kann und einem möglichen Angreifer ‚Achtung‘ signalisiert. Wird die Schlange bedroht, richtet sie ihren Vorderkörper auf und spreizt den Nackenschild. Auf der Rückseite des Schildes befindet sich das sogenannte Scheinauge. Dieser Fleck im Schuppenkleid war namensgebend für die Tiere, da es die Form eines Monokels hat. Die Heimat der hochgiftigen Schlangen ist der gesamte indische Subkontinent. Monokelkobras sind dämmerungs- und nachtaktiv und können eine Länge von rund zwei Metern erreichen.

Auch interessant