5. Juni 2021
Lokstedt

Freie Fahrt auf dem Nedderfeld

Politik fordert: Parkende Autotransporter weg!

Katrin Hofmann und Margrit Springhorn (r.) wollen, dass Autotransporter nicht mehr direkt auf der Straße entladen werden dürfen Foto: Bosenick

LOKSTEDT/GROSS BORSTEL Oft geht es im Nedderfeld nur im Schritttempo voran – und das nicht nur im Feierabendverkehr. Viele Autohäuser nutzen die Straße, um dort das Be- und Entladen ihrer Autotransporter abzuwickeln. Staus sind nur eine Folge.

Das Thema wird demnächst wohl auch den Regionalausschuss Eppendorf-Winterhude beschäftigen, denn Grüne und SPD wollen über den Hauptausschuss eine Beschlussempfehlung auf den Weg bringen, die ein absolutes Halteverbot und entsprechende Kontrollen durch die Polizei vorsieht.

„Die Praxis der Autohäuser sorgt regelmäßig für längere Staus. Dies bringt vor allem Radfahrer leicht in gefährliche Situationen, etwa wenn überholende Autos den Mindestabstand nicht einhalten. Um einen besseren Verkehrsfluss durch das Nedderfeld zu ermöglichen und die Sicherheit der Radfahrenden zu gewährleisten, muss das Halten dort zukünftig wieder konsequent unterbunden werden“, fordert Katrin Hofmann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen Hamburg Nord. Als Sprecherin für Groß Borstel weiß sie: „Insbesondere der Ausweichverkehr in die Borsteler Chaussee und die Osterfeldstraße ist den Anwohnern ein Dorn im Auge.“
Borsteler Chaussee
entlasten

Das Nedderfeld als innerstädtische Ost-West-Verbindung ohne Wohnbebauung böte sich zwar im besonderen Maße für den Autoverkehr an, „aber mit dem Antrag möchten wir den Status quo wiederherstellen
und dafür sorgen, dass der Straßenraum wieder seiner ursprünglichen Bestimmung zugeführt wird: Den Rad- und Autoverkehr sicher fließen zu lassen“, so Hofmann.
Margrit Springhorn, Vorstandsmitglied der SPD Groß Borstel, ergänzt: „Das ist insbesondere notwendig, um die Borsteler Chaussee nicht noch weiter zu belasten. Im Gegensatz zum Nedderfeld wohnen dort Menschen und es gibt Geschäfte und Gastronomie. Die Borsteler Chaussee ist außerdem der Weg zur Schule und zu mehreren Kitas.“

In dem Antrag, der am Dienstag im Hauptausschuss auf der Tagesordnung steht, heißt es: „Ursprünglich hatten alle Autohäuser auf dem Parkplatz ihrer Grundstücke Ladezonen. Auf der Fahrbahn gab es Halteverbote. Nachdem zunächst übergangsweise aufgrund einer Baustelle die Halteverbotsschilder entfernt wurden, ist es nun zur üblichen Praxis aller Autohäuser geworden, das Be- und Entladen auf der öffentlichen Straße vorzunehmen und die ursprünglichen Ladezonen für die Ausstellung von Pkw zu nutzen. Die Polizei toleriert dies leider auch dort, wo noch Halteverbotsschilder vorhanden sind. Ergebnis dieser Praxis sind starke Ausweichverkehre. Um einen besseren Verkehrsfluss durch das Nedderfeld zu ermöglichen, muss das Halten dort zukünftig wieder unterbunden werden.“

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