5. November 2022
Lokstedt

Aktion für das Bewohnerparken

Anwohner des Heinrich-Kock-Wegs kämpfen für Beteiligung

Für den Heinrich-Kock-Weg werden Bewohnerparkrechte gefordert Foto: mf

LOKSTEDT Anwohnende im Heinrich-Kock-Weg wollen nicht hinnehmen, dass ihr Quartier vom Bewohnerparken ausgenommen ist und somit deutlich höhere Parkgebühren als in angrenzenden Straßen für sie anfallen.

Mit einer Eingabe in der Bürgerschaft und einer Online-Petition gehen sie nun gegen die Entscheidung des Landesbetriebs Verkehr (LBV) vor. Auch der Regionalausschuss Lokstedt/Niendorf/ Schnelsen (RaLo-NiS) und die Bezirksversammlung befassten sich Ende Oktober auf Antrag der SPD mit dem Thema.

Autoarmes Quartier

Der Heinrich-Kock-Weg ist als autoarm geplantes Neubauquartier grundsätzlich nicht als Bewohnerparkzone vorgesehen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern war dieser Sachverhalt jedoch lange gar nicht bekannt, da sie von der postalischen Umfrage des LBV im März dieses Jahres zu den Planungen von Vornherein ausgeschlossen wurden (das Wochenblatt berichtete).

Auch wenn kein Bewohnerparken vorgesehen ist, soll eine Bewirtschaftung des Parkraumes eingeführt werden, so dass Tagestickets erworben werden müssen. Da Bewohnerparkausweise unkompliziert online erstellt und Zuhause ausgedruckt werden können, hofft die SPD-Fraktion, die Planungen hier noch revidieren zu können.

Hoffen auf Einsicht

Der Antrag wird nun mit Aufforderung zur Stellungnahme dem LBV übermittelt: „Ich freue mich, dass die Bezirksversammlung unser Anliegen unterstützt, in Sachen Bewohnerparken die Menschen im Heinrich-Kock-Weg nicht deutlich schlechter zu stellen als ihre Nachbarn in der Lottestraße und in der Süderfeldstraße. Ich hoffe sehr, dass der Landesbetrieb Verkehr nicht darauf beharrt, sein Vorhaben gegen Widerstand vor Ort durchzudrücken, sondern versteht, dass man die Menschen mitnehmen muss, wenn eine Verkehrswende gelingen soll“, kommentiert SPD-Fraktionssprecher Ernst Christian Schütt.

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