22. Mai 2021
Ausgabe Niendorf

Hier fehlen die Mülleimer

Große Leser-Resonanz auf Sauberkeitsbotschafter-Artikel

Feuerrote Mülleimer, wie diesen, vermissen Leser an vielen Standorten Fotos: kh

Feuerrote Mülleimer, wie diesen, vermissen Leser an vielen Standorten Fotos: kh

NIENDORF/LOKSTEDT/SCHNELSEN 677 Sauberkeitsbotschafter in unseren Stadtteilen reichen anscheinend nicht aus: In der vorletzten Ausgabe hat das Wochenblatt die Leser/-innen gefragt, wo sie noch Bedarf an Müll­eimern auf ihren täglichen Wegen sehen. Die Resonanz war groß.

„In der Grünanlage am Rahweg fehlen auf langen Wegstrecken, unter anderem im Bereich der Hundewiese, Papierkörbe“, meint Thomas Reimann. Ungünstig sei dies auch für Hundebesitzer, die Kotbeutel entsorgen wollen. Dabei sei das Gebiet immer gut besucht. In Schnelsen wünscht er sich Mülleimer an der Heidlohstraße zwischen der Holsteiner Chaussee und dem A-7-Deckel. Denise Kiehn regt an, Mülleimer an den langen Wegseiten am Rückhaltebecken im Wassermannpark sowie im Waldbereich abgehend von der Buskehre Grothwisch aufzustellen. Als besonders notwendig empfindet Margreth Pöhl Papierkörbe im Birkengrund zwischen Märkerweg und Emmy-Beckmann-Weg. Ein weiterer Wunsch betrifft die Strecke ab der Oldesloer Straße an den Büttskamp bis zu Ikea. „Leider hinterlassen hier viele Leute ihre Snack- und Getränke-Verpackungen im Gebüsch“, meint Sandra Kraft, die es insgesamt aber „prima“ findet, dass viele Abfalleimer einen sinnvollen Platz gefunden haben“.

Zwar gibt es in der Fußgängerzone in Niendorf Nord Mülleimer, diese reichten aber nicht aus, meint eine Leserin
Zwar gibt es in der Fußgängerzone in Niendorf Nord Mülleimer, diese reichten aber nicht aus, meint eine Leserin

„Wir sind immer offen für Vorschläge von Bürger-/innen und freuen uns über Anregungen“, meint Johann Gerner-Beuerle, Sprecher der Stadtreinigung Hamburg: „Auch diese konkreten Wünsche werden wir jetzt überprüfen.“ Aktuell geplant ist, in den Sommermonaten 500 zusätzliche temporäre Abfalleimer in den Hamburger Grünanlagen aufzustellen. „Coronabedingt erwarten wir hier eine deutlich stärkere Nutzung“, so Gerner-Beuerle.

„Hausmüll-Entsorgung“

Ein weiterer Leserwunsch betrifft die Fußgängerzone in Niendorf Nord, für die nicht die Stadtreinigung zuständig ist, da sie sich in Privat­besitz befindet. „Hier stehen zwar mehrere Bänke, aber leider nur ein Abfallbehälter“, meint Jutta Fürst. „Das Problem ist, dass in der Vergangenheit häufig Hausmüll in den öffentlichen Müll­eimern entsorgt wurde. Daraufhin sind sie abgeschafft worden“, erklärt Jürgen Roloff von der Interessengemeinschaft Niendorf Nord. In den vergangenen zwei Jahren habe sich aber bereits einiges getan: Auf Betreiben der IG sei hier ein Abfalleimer aufgestellt worden. Außerdem haben einige Geschäfte Papierkörbe vor der Tür. Auch im angrenzenden öffentlichen Bereich gebe es Mülleimer. Passen würde allerdings noch einer an der Rückseite des U-Bahn-Zugangs Niendorf Nord – meint zumindest Leserin Doris Bühn.

Auch interessant