9. Oktober 2021
Eimsbüttel

Regeln für Roller

Maßnahmen sollen für mehr Verkehrsfrieden sorgen

Wenn E-Scooter auf Bürgersteigen abgestellt werden, wird es manchmal eng Foto: mf

EIMSBÜTTEL Seit 2019 sind E-Scooter auf Hamburgs Straßen unterwegs, schnell wurde auch Kritik an Fahr- und Abstellpraxis der Nutzer/-innen laut. Im Bezirk Eimsbüttel forderten seither verschiedene Fraktionen klare Regeln für eine allgemein verträgliche Nutzung.

An den U-Bahnstationen Hagenbeck und Hagendeel sollen seit dem Sommer in einem Pilotprojekt bereits eigens markierte Stellflächen nicht nur Anreiz für den Verzicht aufs Auto bieten, sondern auch das ordnungsgemäße Parken der Roller regeln. Denn Scooter, die kreuz und quer auf Straßen oder Bürgersteigen stehen oder liegen, können andere Verkehrsteilnehmer gefährden oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen oder Kinderwagen das Passieren schwer machen.

Nun hat die Stadt neue Maßnahmen entwickelt, um die Abstellsituation und die Verkehrssicherheit der rund 9000 E-Scooter zu verbessern. Alle Anbieter verpflichten künftig ihre Nutzer/-innen dazu, bei Rückgabe des E-Scooter ein Foto zu machen, das das nicht störende Abstellen dokumentiert. Informationszettel sollen über die Notwendigkeit des ordnungsgemäßen Abstellens, nüchternen Fahrens und Einhaltens der Straßenverkehrsordnung aufklären. Außerdem soll ein zentrales Beschwerdepostfach eingerichtet werden.

Fußpatrouille und Meldung per Mail

Unter hamburg.escooter@gmail.com können Bürgerinnen und Bürger künftig falsch abgestellte E-Scooter zentral melden. Die Mails werden automatisch an die betroffenen Anbieter weitergeleitet. Im Innenstadtbereich wird darüber hinaus eine Fußpatrouille eingesetzt, die täglich unterwegs sein wird, um falsch abgestellte E-Scooter umzustellen und im Bedarfsfall das Gespräch mit Nutzer/-innen sucht.

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