4. Juni 2022
Eimsbüttel

Kreativer Ort für den Nachwuchs

Fünf Jahre Schülerforschungszentrum in der Hansestadt Hamburg

Während der Festwoche gab es ein buntes Mitmach-Programm, interessierte Kids sind immer willkommen Fotos: Claudia Höhne

EIMSBÜTTEL Wie lässt sich guter Klebstoff aus Pflanzen entwickeln? Warum ist es möglich, auf Grashalmen Musik zu machen? Kann man Robotern das Tanzen beibringen? Kids, die diese Fragen spannend finden, sind am SFZ richtig. Das Schülerforschungszentrum Hamburg im Bezirk Eimsbüttel feierte jetzt sein fünfjähriges Bestehen.

Während es in Deutschland selbstverständlich ist, dass sportlich und musikalisch talentierte und interessierte Kinder in Sportvereinen und Musikschulen gezielt gefördert werden, sieht das im sogenannten MINT-Bereich noch anders aus. Genau an diesem Punkt setzt das SFZ an: Seit 2017 bietet es jungen Forscher/-innen einen professionellen Rahmen, um sich in Forschungsprojekten mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu beschäftigen. „Wir eröffnen Möglichkeiten, die viele Schulen nicht mehr leisten können“, betont SFZ-Geschäftsführer Wolfgang Fraedrich.

Wie groß die Bandbreite an Themen ist, offenbarte das bunte Geburtstagsprogramm mit Workshops und Mitmach-Aktionen. Zu Themen, wie Transpiration der Pflanzen, Nylon selbst herstellen und DNA-Isolation, hatten interessierte Schüler, Lehrer und Eltern die Möglichkeit, selbst zu experimentieren, zu modellieren, zu planen und einfach etwas Forschungsluft zu schnuppern. Bei wem das Interesse geweckt wurde, ist (nach Anmeldung) eingeladen, regelmäßig zu konkreten Projekten, aber auch zum freien Forschen in die Räumlichkeiten in der Grindelallee zu kommen.

„Dieses Angebot ist herausragend, weil es die Forschung erlebbar und zugänglich macht“, so Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg, die genauso wie die Schulbehörde, die Joachim Herz Stiftung, die Körber-Stiftung und NORDMETALL (Verband der Metall- und Elektroindustrie) zu den Gesellschaftern und Unterstützern des SFZ gehört.

„Die Fachkräftelücke wird jährlich größer. Zwar erfreuen sich naturwissenschaftliche und technische Berufe wachsender Beliebtheit, doch ist die Lücke zwischen Bewerber/-innen und offenen Ausbildungsplätzen groß“, so Dr. Thomas Piehler, NORDMETALL-Vizepräsident. Umso wichtiger sei es daher, junge Menschen für MINT zu begeistern und ihr Interesse für eine berufliche Laufbahn anzuregen. Das SFZ schafft dabei beste Voraussetzungen für die Wissenschaftler/-innen von morgen.

Schülerforschungszentrum Hamburg (SFZ), Grindelallee 117, Rotherbaum, T 413 433 30 info@sfz-hamburg.de

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