30. April 2021
Langenhorn

Ein Vorschlag für die neue TaLa

Bürgerinitiative „Wir sind der Meinung, dass kein Baum fallen muss“

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Timo B. Kranz an der Tangstedter Landstraße. Bäume oder Parkplätze erhalten – das ist hier nun die Frage Foto: Grüne Fraktion Nord

LANGENHORN Das Bezirks-amt Hamburg-Nord hat die Pläne für den Umbau der Tangstedter Landstraße angepasst. Im Rahmen einer digitalen Informationsveranstaltung hat das Grünen-geführte Bezirksamt die umstrittenen Pläne für den Umbau der stark frequentierten Straße vorgestellt. Von den ehemals 240 Parkplätzen zwischen Wördenmoorweg und Wattkorn sollen nun etwas mehr als 143 erhalten bleiben. Das bedeutet aber auch, dass 16, teils sehr alte Bäume, gefällt werden müssen. Ursprünglich sollten alle 240 Parkplätze wegfallen. „Das Bezirksamt wird die Bürger nun auf allen Kanälen über die Pläne informieren und auch eine Webseite erstellen“, sagt Timo B. Kranz, Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bezirksversammlung.

Anwohner wollen mit einbezogen werden

Für die Bürgerinitiative (BI) „Neue TaLa – Platz für alle“ ist der Vorschlag ein erster Schritt. „Wir bewegen uns jetzt langsam. Ich glaube, die Pläne sind noch nicht ganz ausgereift, wir lassen uns nicht treiben“, stellt Olaf Reichelt, Sprecher der Initiative, fest. Die BI hatte sich von Anfang an gegen die Umbaupläne gestellt. Sie fordert den Erhalt aller Parkplätze und bemängelte die fehlende Einbeziehung der Anwohner in die Planungen. Mit einem Quorum konnte ein Planungsstopp erreicht werden, weitere Unterschriften sind notwendig, um ein Bürgerbegehren zu erreichen.
Timo B. Kranz geht davon aus, dass die Unterschriften zusammenkommen: „Wenn dies geschehen ist, kommt es zu Verhandlungen zwischen der Politik und der Bürgerinitiative.“ Reichelt kritisiert, dass die Interessen der Bürger erst nach über einem Jahr wahrgenommen werden. „Wir sagen schon lange: Nehmt uns in den Planungen mit“.
Die Grünen bedauern, dass 16, zum Teil, sehr alte Bäume den Parkplätzen zum Opfer fallen sollen. „Wir sind der Meinung, dass kein Baum fallen muss“, kontert Reichelt.
Während beide Seiten nun Zeit haben, die Vorschläge auf Akzeptanz zu überprüfen, soll es in gut drei Wochen einen weiteren Termin zwischen Bezirksamt, Bürgerinitiative und Politik geben.

Karte
Überplanter Bereich der „TaLa“Foto: Bezirksamt Hamburg-Nord

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