10. April 2021
Hamburg-Nord

Betreute Spielplätze vorerst gerettet

Aktion Kinderparadies kann weitermachen

Linde

Vereinsvorsitzende Linde Kohl-Jürgens Foto: Hanke

HAMBURG-NORD Frohe Kunde für die Aktion Kinderparadies: Das Bezirksamt Hamburg-Nord hat die Arbeit des Trägervereins Betreute Kinderspielplätze Hamburg durch Umschichtungen im Haushalt bis Ende des Jahres gesichert.

Damit kann der Verein, der in Hamburg 13 betreute Kinderspielplätze betreibt, auf denen Kinder ohne Anmeldung betreut werden, in diesem Jahr weiter existieren. Die Förderung dieser Spielplätze aus dem Landesjugend­förderplan der Sozialbehörde in Höhe von jährlich 52.000 Euro endete am 31. März. Die Sozialbehörde begründet das Ende der Förderung mit einer rückläufigen Nutzung der Kinderparadies-Spielplätze in den letzten Jahren (das Wochenblatt berichtete).

Für eine flexible Kinderbetreuung stellen die Spielplätze der Aktion Kinderparadies aber unverändert eine sinnvolle Ergänzung des Kita-Systems dar. Das Bezirksamt Hamburg-Nord begründet die Rettung der Aktion Kinderparadies mit der besonderen Lage der Kinderbetreuung zu Zeiten von Corona. Grüne und SPD freut das ebenso wie die CDU, die sich seit Monaten für ein Weiterleben der Aktion Kinderparadies eingesetzt hatte.

Vor allem freut es die Aktion Kinderparadies selbst. „Das ist eine hervorragende Leistung von einem Bezirk. Das zeigt eine besondere Geisteshaltung“, lobt die Vorsitzende des Vereins, Linde Kohl-Jürgens, die mit der Unterstützung bis Jahresende „gut leben“ kann. Für die Zeit danach muss ein neues Finanzierungskonzept entwickelt werden. „Wir müssen uns neu ausrichten. Ohne private Unterstützung geht es nicht“, weiß Linde Kohl-Jürgens, die die Qualität der Kinderbetreuung auf den Spielplätzen der Aktion Kinderparadies nicht aufgeben möchte. Eigentlich, so findet die Kinderparadies-Vorsitzende, sollten die Eltern für die oft spontane Betreuung ihrer Kinder nichts zahlen müssen. Derzeit wird ein Beitrag von 1,50 Euro pro Stunde erhoben.

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