10. November 2021
Glinder Zeitung

Zweite Chance für Toaster und Co.

Neues Repair Café als starkes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft

Jens Michaelsen und Yvonne Hargita planen das Repair Café in Wentorf mit Start am 4. Dezember Fotos: Möller

Jens Michaelsen und Yvonne Hargita planen das Repair Café in Wentorf mit Start am 4. Dezember Fotos: Möller

WENTORF Lust und Freude am Werkeln, Basteln und der Geselligkeit sind gefragt: Im Jugendtreff Prisma soll jetzt ein Repair Café entstehen, bei dem sich Jeder, der Lust hat, einbringen kann.

Die Anregung dazu kommt von der Klimaschutzbeauftragten Yvonne Hargita. Der 77-jährige Wentorfer Jens Michaelsen hat damit andernorts schon langjährige Erfahrung. Nun will er auch in Wentorf Reparateure und Besucher mit defekten Kleingeräten zusammenbringen. Wer sich dort ehrenamtlich engagieren möchte, der kann sich noch bis Mittwoch, 17. November, per Email unter klimaschutz@wentorf.de melden. Das gilt auch für diejenigen, die sich mit einer Kuchenspende oder Hilfe bei der Organisation beteiligen möchten.

Die Aktiven treffen sich am Montag, 22. November, und am Samstag, 4. Dezember, startet dann bereits das monatliche Repair Café im Jugendtreff Prisma. Nach einer Anmeldung per E-Mail können Interessierte dann in der Zeit von 14 bis 16.30 Uhr kleine Alltagsgegenstände gegen eine Spende in gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen reparieren lassen.

Gern gesehen und gefragt ist außerdem, wer kleine Stopfarbeiten übernehmen kann. Das generationenübergreifende Projekt könnte zukünftig auch Schüler einbinden. „So ein Repair Café ist ja auch ein Nachbarschaftstreff“, weiß Michaelsen. Es handele sich nicht um eine kostenlose Reparaturwerkstatt, denn die Besucher bleiben während der Reparatur vor Ort. Die Erfolgsquote liege zwischen 50 und 70 Prozent, wie Michaelsen stolz betont. Eventuell erforderliche Ersatzteile müssen natürlich bezahlt und irreparable Geräte von den Besuchern selbst entsorgt werden.

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