8. März 2022
Wentorf

„Zeynep“ macht Tiere obdachlos

Stürmische Zeiten bei den Vierbeinern an der Lohe. Verein braucht Hilfe

Die Vereinsvorsitzende Verena Neuse freut sich über finanzielle Unterstützung
Foto: cmr

WENTORF Diese Nacht werden die Mitarbeiter des Vereins Lerntiere an der Lohe nicht so schnell vergessen: Orkan Zeynep hatte ihren Vierbeinern nachts das Dach vom Kopf gerissen.

Rund 70 Quadratmeter Plastik-Lichtwellbahn lagen auf der angrenzenden Weide, als Stallhilfe Catrin Thode zu ihren Schützlingen kam. Geschockt waren nicht nur die durchnässten Tiere, sondern auch die Betreuerin. Ein Apfelbaum und zwei Tannen waren umgestürzt, die Stromversorgung ist unterbrochen, ein Weidezaun, der Pavillon und ein Strandkorb wurden beschädigt.

Vom Schreck erholt

Ein Shetland-Pony mit Stresskolik hat sich inzwischen wieder erholt, einem geschockten Esel konnte jedoch auch in der Tierklinik nicht mehr geholfen werden. Traurig sagt die Vereinschefin: „Esel sind Wüstentiere, sie dürfen nicht nass werden.“ Inzwischen geht es den vier Pferden, zwei Eseln, drei Ponys, drei Ziegen und vier Schweinen wieder gut, auch die Hühner haben sich vom Schreck erholt: Ihnen war das Vogelgrippe-Schutznetz weggeweht. Die Vereinsvorsitzende Verena Neuse ist froh, dass zumindest die Metallkonstruktion des Daches gehalten hat. Kurzfristig konnte sie einige Mitarbeiter und Helfer organisieren, die das Dach notdürftig reparierten. Doch es wartet noch viel Arbeit auf die Aktiven. Zukünftig sollen stabilere Platten den Tieren Schutz bieten. Die Materialkosten hat Verena Neuse zunächst selbst übernommen. Bei den „Lerntieren an der Lohe“ erleben können Kinder und Erwachsene beispielsweise die Möglichkeiten tiergestützter Pädagogik und Therapie kennenlernen. „Wir haben zunehmend Menschen mit Beeinträchtigungen hier“, erzählt Verena Neuse, die weiß, dass sich auch aus einer Katastrophe etwas lernen lässt. Deshalb pausieren ihre Kindergruppen auch nach der stürmischen Nacht ebenso wenig wie die Einzelförderung. Der Verein Lerntiere an de Lohe benötigt noch tatkräftige und finanzielle Unterstützung.

Nähere Informationen unter www.lerntiere.de

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