17. Februar 2021
Wentorf

Unternehmer ziehen erste Bilanz

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf Wirtschaftsgeschehen in Wentorf aus

Gregor Zahnow ist Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Wentorf Foto: Möller

Gregor Zahnow ist Vorsitzender der Wirtschaftsinitiative Wentorf Foto: Möller

WENTORF Die Corona-Pandemie wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Stand und Erfahrungsaustausch waren auch Thema bei der Vorstandssitzung der Wirtschaftsinitiative Wentorf, die per Zoom-Konferenz stattfand. Zwölf Teilnehmer hatten sich dazu angemeldet.

„Es gibt Firmen, die massiv profitieren“, sagt der Erste Vorsitzende Gregor Zahnow. Das betreffe verschiedene Branchen, so der Weinhändler, der diesbezüglich auf Edeka Snijders und Möbel Schulenburg verweist. „Es gibt viele Menschen, die derzeit nicht mehr nach Hamburg fahren, wenn sie etwas kaufen wollen.“ Das komme dem örtlichen Handel zugute, der daher weniger Schwierigkeiten habe als Firmen in der Stadt. Ungünstig ist die Lage dagegen für Gastronomiebetriebe und Veranstalter. Gerade in der Vorweihnachtszeit stünden normalerweise Betriebs- und Weihnachtsfeiern an. „Das fällt alles komplett weg.“ Dazu kämen strengere Regeln bezüglich der staatlichen Unterstützung.

Auch Zahnows Weinhandel ist davon betroffen, ist doch sein erstes Standbein die Belieferung der Gastronomie. Dennoch blickt er optimistisch in die Zukunft. Sein Mietvertrag läuft aus, Anfang nächsten Jahres zieht sein Weingeschäft um in den Casinopark, wo auch Außengastronomie möglich wäre. Die Wirtschaftsinitiative Wentorf ist mit 65 Mitgliedern ein kleiner Verband, der in der Gemeinde Veranstaltungen organisiert wie die Wentorfer Runde oder verkaufsoffene Wochenenden. 2019 hatte die WiW die Messe „Wentorf aktiv“ ins Leben gerufen. In diesem Jahr musste die Messe coronabedingt ausfallen.

Weiterer Tagesordnungspunkt war ein Bericht aus der Arbeitsgruppe Mobilität, die sich auf Initiative von Wentorfs Klimaschutzbeauftragter Yvonne Hargita mit Aktionen zur Verkehrsberuhigung während der Mobilitätswoche 2021 befasst und der Vertreter der Verwaltung, der Fraktionen, des Kinder- und Jugendbeirats sowie des Seniorenbeirats und der WiW angehören. Dabei soll es in Wentorf besonders um die Verkehrssituation an der Hauptstraße gehen.

Laut einer Verkehrszählung im August, also in den Ferien, waren dort 8.700 PKW unterwegs, 6.000 davon kamen nicht von außerhalb, es handelte sich um Ziel- und Quellverkehr, wie Zahnow sagt. Es gehe nicht unbedingt um weniger Autos, sondern auch „darum, wie man sich benimmt“, erklärt er mit Blick auf die Tatsache, dass gerast wird, wenn wenig Verkehr ist und öfter Radfahrer auf den Gehwegen unterwegs sind. Auf der Januar-Sitzung der WiW soll das Thema weiter vertieft werden.

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