17. Februar 2021
Wentorf

Postkarten, Skype und Telefongespräche

Ältere Heimbewohner sollen in Corona-Zeiten weiterhin ihre sozialen Kontakte pflegen können

Das Telefon ist für einige Menschen in der Pandemie der einzige Zugang zur Außenwelt Foto: Möller

Das Telefon ist für einige Menschen in der Pandemie der einzige Zugang zur Außenwelt Foto: Möller

WENTORF In Corona-Zeiten belastet es alleinlebende Menschen besonders, andere Menschen nicht treffen zu können. Wer ohnehin nicht viele Kontakte hat und jetzt aus Angst vor Ansteckung Kontakte meidet, dem bleibt am Ende nur das Telefon, um mit Familie und Freunden sprechen zu können.
Nicht ganz einfach ist die Situation auch für Heimbewohner, aber einsam sind sie nicht: Im Wentorfer Mutter Eva von Thiele-Winckler-Heim, wo es bislang keinen Corona-Ausbruch gab, werden zurzeit 70 Senioren betreut. „Davon sind circa 80 Prozent an Demenz erkrankt“, sagt Leiter Michael Schulz. Zwei Bewohner sind bettlägerig. Über 90 Prozent der Bewohner und über 80 Prozent der Mitarbeiter sind geimpft, sie haben am vergangenen Donnerstag ihre zweite Impfung erhalten. Kontakte können die Bewohner beispielsweise per Skype pflegen. Besuche sind aufgrund der aktuellen Corona-Verordnung nur von einer Person möglich und es dürfen nur zwei feste Personen für den Besuch benannt werden. „Vor dem Besuch muss jeder Besucher getestet werden oder einen höchstens 24 Stunden alten Test vorlegen“, erläutert Schulz, der 60 Besuchsmöglichkeiten wöchentlich anbieten kann, die jedoch bislang nicht voll ausgeschöpft würden. Er ergänzt, bei einer palliativen Phase dürfe nach Testung ohne Ausnahme immer besucht werden.

Zu den Angeboten in der Einrichtung zählt übrigens auch der regelmäßige Gottesdienst, den Pastorin Ulrike Lenz demnächst wieder im Haus anbieten wird. „Bis Anfang Oktober gab es Terrassengottesdienste. Seitdem mussten wir pausieren“, sagt sie. Um die Senioren ihrer Kirchengemeinde kümmert sich auch der Seniorenausschuss. Die acht Mitglieder haben sehr unterschiedliche Schwerpunkte. Ein Beispiel: „Wir haben zwei sehr engagierte Frauen, die Briefe an Senioren schreiben mit kleinen Gaben, Fotos oder Postkarten.“

Übrigens ist das Kirchenbüro Am Burgberg 1 seit Mitte Januar geschlossen, aber telefonisch weiterhin unter der Nummer 720 242 5 sowie per E-Mail an buero@kirchengemeinde-wentorf.de erreichbar. Bis Ende Februar wird es zwar weiter keine Präsenzgottesdienste mehr geben, die Kirche bleibt aber sonntags von 9.30 bis 11.30 Uhr geöffnet. Im Eingangsbereich können Gebetskerzen entzündet werden, dort liegt eine Lesepredigt zum Mitnehmen. Die Predigt ist außerdem auf der Homepage unter www.kirche-wentorf.de digital abrufbar.

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