9. Dezember 2021
Wentorf

Kompliziertes Planverfahren

Bundesmittel für innovatives Feuerwehrgerätehaus verzögern den Neubau

Feuerwehr

Wentorfs Feuerwehr soll auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule am Fritz-Specht-Weg einen neuen Standort erhalten Foto: Möller

WENTORF Die Gemeinde hat eigens den Lenkungsausschuss Baumaßnahme Feuerwehr ins Leben gerufen, der sich mit den Planungen für das neue Gerätehaus befasst. Doch gestaltet sich die Realisierung des Baus auf dem Gelände der ehemaligen Hauptschule komplizierter als erwartet.

Grund sind die Auflagen für die Förderung in Höhe von 4,5 Millionen Euro für den mit 12,3 Millionen Euro veranschlagten Neubau in innovativer Holzbauweise. Unter anderem sind das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sowie das Gebäudemanagement Schleswig-Holstein mit der Bewilligung befasst.

„Das Hauptproblem ist, dass der Bund den erforderlichen Innovationsnehmer noch nicht abschließend beantragt hat“, begründet Verfahrensbetreuer Sven Heitmann vom Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen Drees & Co. in Kiel die jetzige Verzögerung. Er wird das Ausschreibungsverfahren für die Planungsleistung durchführen. Der Sitzung des Feuerwehrausschusses war er online zugeschaltet. Dort erläuterte er den Mitgliedern weitere Details.

So ist aus vergaberechtlichen Gründen bezüglich der Vertragsdetails eine juristische Betreuung nötig. Heitmann rechnet damit, dass die Ausschreibung Ende Januar erfolgen und bei einem Standard-Verfahren Ende Mai Ergebnisse vorliegen könnten. Das ist nicht zuletzt abhängig von der Anzahl der nötigen politischen Beschlüsse. Dem Ausschuss sind Nachhaltigkeitsaspekte sehr wichtig, wie der Vorsitzende Dr. Marco Schmitz, CDU, hervorhob.

Die entsprechenden Vorgaben bräuchte sein Unternehmen bis Anfang/Mitte Januar, sagte Heitmann. Die Ausschreibungsunterlagen einschließlich der Vorschläge des Innovationsnehmers sollen im Januar zur Beschlussfassung vorliegen. Über drei Innovationsvorschläge für ein zeitgemäßes energiesparendes Gebäude diskutierten die Politiker im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung.

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