29. September 2021
Glinder Zeitung

Was ist mit den Bushaltestellen?

Barrierefreiheit stellt Politik und Verwaltung vor Herausforderungen

Ist die Verlegung der Bushalte-stelle Landhausplatz in die Straße An der Wildkoppel die Lösung? Foto: Kuhlmann

Ist die Verlegung der Bushalte-stelle Landhausplatz in die Straße An der Wildkoppel die Lösung? Foto: Kuhlmann

REINBEK Der Kreis Stormarn fördert den barrierefreien Ausbau von Bushaltestellen mit Zuschüssen. Dieser Förder-zuschuss ist abhängig der Haltestellenkategorie, die wiederum durch die Frequenz bestimmt wird sowie die Lage der Haltestelle, also Busbucht oder Haltestelle am Fahrbahnrand.

Für Politik und Verwaltung ist die Umgestaltung der Bushaltestelle zum Dauerthema geworden. „Es wird nicht mehr ganz deutlich, wer was will“, sagt Kurt Martens, stellvertretender Vorsitzender des Behindertenbeirats und Pressesprecher des Seniorenbeirat in Reinbek. Die Planungen werden bereits seit mehreren Jahren durchgeführt. Senioren- und Behindertenbeirat haben sich in einer internen Sitzung jetzt erneut dem Thema gewidmet und sprechen sich eindeutig für eine der vorgestellten Lösungen aus: Verlegung der Haltestellen in „An der Wildkoppel“.

In einem Fachworkshop wurden im Januar Argumente für vier vorliegende Varianten zum Umbau diskutiert. Nicht nur Bordsteinhöhe oder Kennzeichnung für Sehbehinderte sind Kriterien für Barrierefreiheit. Unter anderem ist auch Steigung Bergstraße eine Schwierigkeit, die es hinsichtlich der notwendigen Voraussetzungen zu berücksichtigen gilt. Zur Diskussion steht darüber hinaus eine veränderte Linienführung mit Standort „An der Wildkoppel“. Weitere Alternativen, die angedacht wurden, sind eine Doppelbushaltestelle „Landhausplatz“ sowie der Ausbau der bestehenden Haltestellen mit teilweise veränderter Linienführung. Hier wären jedoch eine Reihe von Nachteilen zu berücksichtigen, wie die Fußgängerquerung über die Bergstraße, die um die Hälfte länger würde, so die Ergebnisse des Workshops. Auch der das Ortsbild prägende Baum am Landhausplatz müsste gefällt werden. Eine Empfehlung, welche der betrachteten Varianten für eine barrierefreie Herstellung der Bushaltestellen im Bereich des Landhausplatzes die optimale ist, wurde im Workshop nicht abgegeben. Im Zuge der politischen Beratungen sind vielfältige Argumentationsebenen aufgebaut worden, denen mit einer reinen technischen Betrachtungsweise nicht gerecht werden könne, so hieß es. Weiter geht es nun in einem der nächsten Ausschüsse.

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