24. November 2021
Glinder Zeitung

Tastmodell für den Friedhof Reinbek

Zusage für Fördermittel aus dem Fonds für Barrierefreiheit

Tastmodellhersteller Felix Brörken und Friedhofsleiterin Annegret Habel vor dem Giese-Mausoleum, das auf dem Bronze-Tastmodell nicht fehlen wird Foto: Christa Möller

Tastmodellhersteller Felix Brörken und Friedhofsleiterin Annegret Habel vor dem Giese-Mausoleum, das auf dem Bronze-Tastmodell nicht fehlen wird Foto: Christa Möller

REINBEK Das wird ein besonderes Highlight für den Friedhof an der Klosterbergenstraße: Dort soll zukünftig ein Tastmodell mit Braille- und Normalschrift Friedhofsbesuchern Orientierung bieten. Das 10,4 Hektar großen Gelände mit seinen rund 2.500 Gräbern lockt seit der Corona-Pandemie auch verstärkt Spaziergänger an.

Die Fertigung des Tastmodells übernehmen Egbert und Felix Brörken aus Welver in Westfalen. Dort sind in rund 30 Jahren fast zweihundert Blinden-Stadtmodelle entstanden. Das 110 x 83 Zentimeter große dreidimensionale Reinbeker Modell wird ihr erstes Friedhofsmodell sein. Es entsteht im Maßstab 1:300 in Handarbeit aus Styrodur und wird in einer Kunstgießerei im Wachsausschmelzverfahren aus Zinnbronze gegossen. Das historische Mausoleum Giese wird ebenso abgebildet wie beispielsweise die Grabmale von Sönke Nissen oder Bucerius. Der neue Rosengarten darf nicht fehlen, und auch markante Bäume wie der Ginko auf dem Kapellenplatz sollen zu finden sein.

Bronzemodell wird 13.000 Euro kosten

„Uns ist klar, dass es eine Momentaufnahme ist, der Friedhof verändert sich ständig“, sagt Annegret Habel, die seit zehn Jahren Leiterin des Friedhofs an der Klosterbergenstraße und des Waldfriedhofs Neuschönningstedt ist. Bis zum Frühsommer müssen sich das Friedhofsteam und die Besucher noch gedulden, dann soll das Bronzemodell auf einem Sockel aus alten Grabsteinen im Eingangsbereich des Friedhofs aufgestellt werden.
Rund 13.000 Euro wird das Bronzemodell kosten. Zur Finanzierung hat Annegret Habel einen Förderantrag an das Land gestellt und inzwischen die Zusage für eine 69prozentige Förderung aus dem Fonds für Barrierefreiheit erhalten. Zur Restfinanzierung hofft die Friedhofsleiterin auf Unterstützung der Reinbeker: „Uns fehlen noch 3.900 Euro“, sagt sie.

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