14. Juli 2021
Glinder Zeitung

Straßenschilder für Blinde geplant

Sehbehinderte Menschen in Reinbek sollen sich besser orientieren können

In Reinbek könnten solche Schilder Menschen mit Sehbehinderung helfen, sich zu orientieren Foto: Bieberich

In Reinbek könnten solche Schilder Menschen mit Sehbehinderung helfen, sich zu orientieren Foto: Bieberich

REINBEK Stufen, hohe Bürgersteige, steile Rampen, störende Baumwurzeln – die Liste der Hindernisse für Menschen mit Behinderungen ist lang. „Alle Vierteljahr gehen wir mit Vertretern der Verwaltung durch die Straßen und prüfen, wo Behinderte möglicherweise Probleme bekommen“, sagt Kurt Martens vom Behindertenbeirat der Stadt Reinbek.

Kurt Martens engagiert sich im Behindertenbeirat Foto: Möller
Kurt Martens engagiert sich im Behindertenbeirat Foto: Möller

„Wir konnten auch schon eine Menge abstellen“, fügt er hinzu. Im Rahmen der UN-Konvention bezüglich der barrierefreien Mobilität im Öffentlichen Personennahverkehr ist der entsprechende Umbau aller Haltestellen vorgeschrieben – auch ein Thema für den Beirat.
Auf Anregung von Mitglied Rudolf Bieberich soll sich die Politik nach der Sommerpause mit der Beschilderung für Sehbehinderte befassen. Er hatte seine Mitstreiter auf ein entsprechendes Projekt in Wedel hingewiesen, das sich auch in Reinbek umsetzen ließe. Die Schilder werden in 1,30 Meter Höhe an bestehenden Straßenschildern befestigt, so dass auch Rollstuhlfahrer sie lesen können. In Wedel wurden 250 Schilder für 40.000 Euro aufgestellt. „Ich würde in Reinbek von weniger Schildern ausgehen“, sagt Martens. Die Kosten pro Schild liegen zwischen 130 und 200 Euro. „Die Landesregierung spendiert über das Hilfsprogramm für Aktivitäten im Behindertenbereich Unterstützung für solche Maßnahmen“, weiß Martens.
Durch Corona ist einiges ins Stocken geraten, aber als Ansprechpartner stand der Beirat auch währen des Lockdowns zur Verfügung. Gut nachgefragt war der Fahrservice zum Impfzentrum von Menschen, die sich nicht so bewegen können und die auf den Transport angewiesen sind, wie Kurt Martens berichtet. Ab August soll es wieder regelmäßige Sprechstunden in der Villa Tesch geben.

Infos unter www.reinbek.de/
leben-und-erleben/kirchen-und-soziales/behindertenbeirat oder E-Mail bbr@jrh-reinbek.de sowie unter Telefon 78 87 76 71.

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